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Nürnberg: Mit Menschenkette gegen Stellenabbau

IG Metall hatte die Beschäftigten zu einer Protestaktion in der Südstadt aufgerufen - 15.10.2020 15:59 Uhr

Rund 3000 Beschäftigte waren bei der Menschenkette in der Südstadt dabei.,

15.10.2020 © Foto: IG Metall


Die Aktion fand im Rahmen der IG Metall-Aktionswoche "Fairwandel statt Zukunftsangst" statt. Ziel war es, gegen den geplanten Stellenabbau in den Nürnberger Betrieben zu protestieren.

Die IG Metall Nürnberg forderte die Unternehmen auf, in der Krise Arbeitsplätze zu erhalten und in die Zukunftsfähigkeit der Nürnberger Standorte zu investieren. Dazu Andreas Weidemann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg: "Es kann nicht sein, dass Unternehmen sich ausgiebig beim Kurzarbeitergeld bedienen und im Anschluss dann die Beschäftigten auf die Straße setzen. Der Sozialstaat ist kein Selbstbedienungsladen für die Industrie. Was es jetzt braucht sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und kluge Lösungen für sich verändernde Märkte."

Ruf nach Investitionen

Vor allem die Automobilzulieferindustrie könnte von dem drohenden Stellenabbau besonders betroffen sein. "Wir brauchen wir neben modernster Verbrenner-Technologie Investitionen in alternative Antriebe wie E-Mobilität und Wasserstoff. Aber auch bei Energieerzeugung (Grüner Strom, Wasserstoff, E-Fuel) und dem Aufbau der nötigen Infrastruktur könnten viele neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen", so Weidemann weiter. Dazu benötigten die Unternehmen auch in Zukunft das Know-How der Beschäftigten, so seine Auffassung.

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Menschenkette mit über 3000 Beschäftigten in der Nürnberger Südstadt

Im Rahmen der IG Metall-Aktionswoche "Fairwandel statt Zukunftsangst" demonstrierten am Donnerstag 3000 Beschäftigte in Form einer Menschenkette in der Nürnberger Südstadt. Die IG Metall Nürnberg hat damit gegen den geplanten Stellenabbau von fast 4000 Arbeitsplätzen in den Nürnberger Betrieben protestiert.


"Daher wird die Frage der Beschäftigungssicherung für die IG Metall in der kommenden Tarifrunde ein zentrales Thema sein. So kann eine Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Vier-Tage-Woche in Verbindung mit einem Teil-Lohnausgleich Beschäftigung sichern und die Beschäftigten nicht unnötig belasten", erklärte der Gewerkschaftsfunktionär.

An der Menschenkette nahmen laut Angaben der IG Metall etwa 3000 Beschäftigte aus mehreren Nürnberger Betrieben teil, darunter MAN Truck and Bus, Siemens NMA, Conti Temic, ZF Gusstechnologie, Diehl Metall Röthenbach, Robert Bosch sowie Bühler Motor.

mad

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