Langfristige Investition

Puma gibt bekannt: Dieser Star-Rapper wird Designer der Formel-1-Kooperation

24.10.2023, 12:15 Uhr
Nach der Bekanntgabe zur Zusammenarbeit mit der Formel-1 hat Puma jetzt mitgeteilt, dass Rapper A$AP Rocky als Designer Teil der Partnerschaft sein wird.

© IMAGO / Ulrich Wagner Nach der Bekanntgabe zur Zusammenarbeit mit der Formel-1 hat Puma jetzt mitgeteilt, dass Rapper A$AP Rocky als Designer Teil der Partnerschaft sein wird.

Eine Kooperation zwischen einem Sportartikelhersteller und einem großen Rapper kann schnell mal zu Millionenverlusten führen. Zumindest im Fall Adidas ist die Zusammenarbeit mit dem Rapstar Kanye West (jetzt Ye) im großen Stil gescheitert - der Konzern musste sich wegen Antisemitismusvorwürfen von dem Weltstar und Designer trennen.

Obwohl Puma die Causa als direkter Nachbar in Herzogenaurach beobachten konnte, will es das Unternehmen jetzt selbst wissen. Die Geschäftsführung hat eine langfristige Kooperation mit dem Rapper und Designer A$AP Rocky angekündigt. Er soll als Creative Director für die neue Formel-1-Partnerschaft eingesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Anfang dieses Jahres hat Puma eine langfristige Partnerschaft mit der Formel 1 bekannt gegeben und wird exklusiver Lizenznehmer und Einzelhändler an der Rennstrecke bei allen Rennen.

A$AP Rocky und Puma - Risiko oder sinnvolles Investment?

Geplant ist mit dem Rapper eine limitierte Bekleidungs- und Accessoire-Kollektion mit Formel-1-Bezug. "Bis 2025 plant Rocky, sich noch stärker in die ganzheitliche Produktgestaltung für alle PUMA x F1 Produkte einzubringen, die von Rennbekleidung über Fanwear bis hin zu Mode reichen", schreibt der Sportartikelhersteller. Er werde sich auch am Marketing beteiligen. "Rocky, PUMA und F1 wollen gemeinsam ihr Publikum erweitern und die Verbindung zwischen Streetwear, Mode und dem Sport nutzen", heißt es in dem Schreiben.

Der Rapper und Partner von Weltstar Rihanna sagt zu seinem neuen Job: "Wenn die Welt sieht, was wir tun, glaube ich, dass sich die Art und Weise, wie Marken Risiken eingehen und mit unterschiedlichen Kreativen zusammenarbeiten, verändern wird." Puma ist von der neuen Partnerschaft begeistert und sagt über den neuen Designer: "Er ist unglaublich talentiert, sehr nachdenklich und investiert in unsere Marke."

Rapper A$ap Rocky wird für Puma die Kooperation mit der Formel-1 designen.

Rapper A$ap Rocky wird für Puma die Kooperation mit der Formel-1 designen. © Puma

Ob A$AP Rocky ein Risiko oder sinnvolles Investment für die Geschäfte von Puma ist, wird sich zeigen. Aktuell steigern sich die Umsätze bei dem Sportunternehmen stetig: Wie bereits im zweiten Quartal verzeichnet Puma auch im dritten Quartal einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von sechs Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Vor allem die Märkte in Europa, im Nahen Osten und in Afrika laufen bei Puma gut, schreibt das Unternehmen. Mit einem währungsbereinigten Wachstum von knapp zehn Prozent knackt Puma hier die Umsatzmarke von einer Milliarde.

Puma setzt auf neue Produkte und starke Partnerschaften

In Amerika geht es dagegen mit einem Wachstum von 2,5 Prozent auf knapp 855 Millionen nur langsam voran. In Asien ist der Umsatz des Konzerns mit etwa 436 Millionen am schwächsten, konnte aber um 4,6 Prozent gesteigert werden. Die gesamten Gewinne von Puma sind im dritten Quartal allerdings um zehn Prozent auf knapp 132 Millionen gesunken. Die Verluste erklärt der Puma-Geschäftsführer Arne Freundt damit, dass das "Marktumfeld schwierig bleibt".

Er lässt sich nicht davon abschrecken und sagt: "Wir sind auf dem besten Weg, unsere Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen." Dafür setzt Puma im verbleibenden Quartal auf "viele neue, aufregende Produkte" und "starke Partnerschaften mit Einzelhändlern, Athlet*innen und Lieferanten", eine große Hoffnung wird dabei sicher auch das Geschäft mit dem Rapper A$AP Rocky sein.

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