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Siemens Energy soll pünktlich an die Börse

Trotz Pandemie und Chefwechsel will der scheidende Konzernchef Kaeser an Plan festhalten - 20.03.2020 10:55 Uhr

Joe Kaeser wird als künftiger Aufsichtsratschef von Siemens Energy gehandelt. Er will die Unternehmenssparte wie geplant an die Börse bringen.

© Peter Kneffel/dpa


"Wir sind im Zeitplan - sowohl für die Feststellung des Carve-outs (Ausgliederung) als auch für die Vorbereitungen des Börsenganges Ende September", sagte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser in München. Er gehe davon aus, dass man die dafür wichtige Hauptversammlung am 9. Juli abhalten könne. Dazu, was passiert, falls die Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, äußerte sich Siemens nicht. Diese Frage stelle sich im Moment nicht, sagte ein Sprecher.

Unterschiedliche Interessenslagen

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass bei Siemens nicht nur - wie erwartet - Joe Kaeser sukzessive von seinem Vize Roland Busch an der Konzernspitze abgelöst wird, sondern überraschend auch der designierte Chef von Energy, Michael Sen, das Unternehmen verlässt. Kaeser betonte am Freitag, dass die Entscheidung einvernehmlich gefallen sei. Er berichtete allerdings auch von vielen Gesprächen mit Busch und Sen über die Abspaltung von Energy, bei denen es unterschiedliche Interessenslagen gegeben habe. In Kreisen wird darüber spekuliert, dass letztlich Differenzen zwischen Sen und Busch zum Abgang des designierten Energy-Chefs geführt haben.

Die Corona-Krise trifft auch Siemens. Man sei robust, aber sie werde nicht spurlos am Unternehmen vorübergehen, sagte Kaeser. Stand Donnerstag gebe es im Konzern 57 Corona-Fälle, 41 davon in Deutschland. Mit Ausnahme von zwei kleineren Werken liefen die Fabriken des Konzerns aber. Zudem sei man in China wieder auf 95 Prozent des Levels, den man vor Ausbruch der Krise gehabt habe.

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dpa

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