"Ich war auch kurz vorm Zugreifen“

Sonnenblumenöl-Engpass in Deutschland: Dieser Fehler kann gefährlich werden

19.4.2022, 15:31 Uhr
Die Ukraine ist das wichtigste Lieferland für Sonnenblumenöl. Wegen des Krieges könnte dieses in Deutschland bald knapp werden.

© Christin Klose/dpa-tmn/dpa Die Ukraine ist das wichtigste Lieferland für Sonnenblumenöl. Wegen des Krieges könnte dieses in Deutschland bald knapp werden.

Für Verbraucher, Gastronomie und Lebensmittelhersteller wird Sonnenblumenöl wegen des Ukraine-Kriegs auf absehbare Zeit Mangelware bleiben. Da die Ukraine der größte Lieferant ist, erwarten Fachleute vorerst keine Verbesserung der Situation. Große Unternehmen haben deswegen bereits ihre Speiseölmischung für die Zubereitung von Pommes frites geändert.

"Bei Sonnenblumenöl ist die Ukraine der wichtigste Lieferant weltweit", sagt ein Sprecher des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrien (Ovid) in Berlin. Über die Hälfte der weltweiten Exporte von Sonnenblumenöl komme aus dem osteuropäischen Land. In der Ukraine wurde bislang demnach aus den Sonnenblumenkernen sogenanntes Rohöl hergestellt und über das Schwarze Meer verschifft, die Exporte sind wegen des Kriegs zum Erliegen gekommen. "Das wird sich auf absehbare Zeit nicht verbessern."

Wegen Sonnenblumenöl-Mangel: Penny warnt vor Verwechslungen

In den Supermärkten ist Sonnenblumenöl schon seit Wochen weitgehend ausverkauft, was wiederum zu Hamsterkäufen führt. Viele Discounter und Supermärkte mussten daher bereits einzelne Artikel rationieren. Penny warnt nun mit einem speziellen Schild vor möglichen Verwechslungen.

Die 5-Liter-Flaschen, die eine gelbe Flüssigkeit enthalten, wurden offenbar von einigen Kunden mit Sonnenblumenöl verwechselt. In Wirklichkeit handelt es sich um „Scheibenklar“ für das Auto. Die Flüssigkeit ist zwar dem Speiseöl sehr ähnlich, ist jedoch zum Verzehr nicht geeignet.

Um diesem Missverständnis vorzubeugen, hat der Discounter Penny auf einem gelben Zettel gewarnt: "Das ist kein Öl!"

Reaktionen aus Twitter

Manche Twitter-Nutzer sind scheinbar dankbar für den Hinweis der Mitarbeiter: „Ich gebe zu ich war auch kurz vorm zugreifen“, schreibt ein User. Andere wundern sich: „Ich hätte gerne die Hintergrundgeschichte dafür“, schreibt eine Nutzerin.

Penny selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. Unklar ist, ob Kunden wirklich die "Scheibenklar" mit Sonnenblumenöl verwechselt haben.

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