Kundgebung am 24. September

Verkauf des Nürnberger H&M-Callcenters: Wie geht es für die Beschäftigten weiter?

Stefanie Banner
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Politik und Wirtschaft

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21.9.2022, 11:21 Uhr
Stille Kundgebung von Mitarbeitern des Nürnberger H&M-Callcenters am 16. Juli 2022.

© Julia Aumaier, NN Stille Kundgebung von Mitarbeitern des Nürnberger H&M-Callcenters am 16. Juli 2022.

Bereits zum 1. Juli 2022 wollte der H&M-Konzern das Nürnberger Callcenter, das für den Online-Kundenservice zuständig ist, an ein anderes Unternehmen verkaufen. Welches das ist, ist bislang unbekannt - auch der Termin konnte nicht eingehalten werden, "weil sich H&M in laufenden Verhandlungen befindet", erklärte eine Sprecherin bereits Mitte Juli. Zu dem Zeitpunkt demonstrierten die betroffenen Beschäftigten vor der Nürnberger Lorenzkirche - um Gehör beim Management zu finden.

Offenbar wurden sie nicht gehört: "Bis heute gibt das Unternehmen keine Informationen an die Beschäftigten, wer der Käufer sein wird und welche Konsequenzen das für jeden einzelnen Arbeitsplatz tatsächlich hat", kritisiert Verdi-Gewerkschaftssekretärin Jaana Hampel und betont, dass "die Forderung der Beschäftigten nach dem Erhalt ihrer Arbeitsplätze am Standort Nürnberg gerade in einer wirtschaftlich so angespannten Zeit verbindlich beantwortet werden muss".

Dass die Beschäftigten zukünftig in einem anderen Unternehmen, aber weiterhin für H&M arbeiten sollen, sei für die Gewerkschaftssekretärin kaum zu glauben, wenn man die Geringschätzung der Arbeitgeberin den Mitarbeitenden gegenüber betrachte. Udo Engelhardt, Betriebsrat bei H&M sagt, dass "die Kolleginnen und Kollegen heute nur einfordern, dass H&M ihnen den gleichen Respekt entgegenbringt, den sie jahrelang dem Unternehmen entgegengebracht haben". Sie prangerten an, dass das Unternehmen nicht zu schätzen wisse, was die Beschäftigten im H&M-Kundencenter in der Beuthener Straße in Nürnberg seit Jahren für den Konzern leisteten.

Deshalb gehen sie am 24. September um 14 Uhr erneut auf die Straße und demonstrieren vor der Regionalleitung des Konzerns neben der H&M-Filiale in der Karolinenstraße. Um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, wollen die Beschäftigten mit Schuhen, Plakaten und einer Forderungsmauer unter dem Motto "Auf unseren Füssen steht der Erfolg! Wir tragen den Konzern und H&M zieht uns die Füße weg!" ein Zeichen setzen.

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