Große Umsatzeinbußen

Wegen Eklat mit Kanye West: Landen Millionen Yeezy-Sneaker von Adidas im Müll?

Erika Balzer

Volontärin

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10.3.2023, 07:36 Uhr
Wird adidas die Schuhe noch verkaufen und einen Teil spenden oder doch vernichten?

© Paco Freire Wird adidas die Schuhe noch verkaufen und einen Teil spenden oder doch vernichten?

Das Aus der Partnerschaft mit dem Rapper Kanye West zeigt seine Folgen: 500 Millionen Euro könnten dem Dax-Unternehmen 2023 durch den Nicht-Verkauf der Linie "Yeezy" durch die Lappen gehen.

Das Unternehmen mit den drei Streifen aus Herzogenaurach hat die Zusammenarbeit mit Designer und Musiker Kanye West - mittlerweile nur noch "Ye" genannt - abgebrochen. Nachdem dieser sich antisemitisch in der Öffentlichkeit äußerte, ist der Konzern im Herbst 2022 diesen Schritt gegangen. Nun muss das Unternehmen entscheiden, wie es mit dem bisherigen Bestand an Produkten von Kanye West weitergeht.

Bei einer Pressekonferenz sagte Vorstandsvorsitzender Bjørn Gulden, dass noch nicht ganz klar sei, was adidas mit den bereits produzierten Yeezys machen will: Vernichten oder verkaufen und einen Teil des Umsatzes spenden? Das bleibt noch offen.

Die Zahlen des fränkischen Unternehmens sind indessen ernüchternd: Der Adidas-Jahresumsatz stieg 2022 nur um ein Prozent auf 22,5 Milliarden Euro. Der Gewinn ging um 83 Prozent zurück auf 254 Millionen Euro. Neben dem Yeezy-Aus sind weitere Gründe dafür das Einstellen der Geschäfte in Russland und der dramatische Rückgang des Umsatzes in China.

"2023 wird ein Übergangsjahr sein, um die Basis für 2024 und 2025 zu legen", so Gulden, Vorstandsvorsitzender von adidas. Gulden hat den lokalen Konkurrenten PUMA nach neun Jahren verlassen und ist erst sieben Wochen als CEO bei adidas. "Ich komme wieder zurück zu meiner Heimat. Adidas war meine erste Liebe", sagt Gulden, der schon einmal bei dem Unternehmen mit den drei Streifen gearbeitet hat.

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