Verfahren wird abgeschafft

Wichtige Änderung beim Online-Banking: Was Kunden der Sparkasse und Volksbank nun wissen müssen

Julia Ruhnau

nordbayern.de

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18.3.2022, 11:14 Uhr
Wer online Geld überweisen will, muss bald auf ein altbekanntes Verfahren verzichten.

© Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa Wer online Geld überweisen will, muss bald auf ein altbekanntes Verfahren verzichten.

Früher, Anfang der 2000er, war das Online-Banking trotz Digitalisierung immer mit einem Zettel verbunden. Ein Papier mit einer Liste von Zahlenkombinationen war der Schlüssel für Überweisungen im Internet. Die Transaktionsnummern, kurz TAN, gibt es auch heute noch - allerdings nicht mehr auf Papier.

Vor etwa zehn Jahren stellten Sparkassen und Co. auf eine alternatives TAN-Verfahren um, vor allem wegen Sicherheitsbedenken. Die Nummer, mit der man seine Online-Transaktion freigeben muss, kam seitdem entweder per SMS auf das Handy oder wurde mit einem TAN-Generator erstellt. Ersteres ist bald ebenfalls Geschichte - einige Banken haben die smsTAN bereits vollständig abgeschafft.

Grund sind erneut Sicherheitsbedenken. Das Verfahren sei zwar "nutzerfreundlich und praktisch in der Anwendung", schreibt etwa das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es sei aber auch möglich, dass SMS abgefangen und missbraucht werden. Möglich ist das etwa mit duplizierten oder geklonten SIM-Karten.

Wann wird die smsTAN abgeschafft?

Diese Gefahr gibt es bei dem TAN-Verfahren, das die meisten Banken nun einsetzen, nicht. Hier wird die Nummer über eine App erzeugt, für den Vorgang muss das eigene Tablet oder Smartphone registriert sein. Missbrauch mit einem anderen Gerät ist also deutlich schwerer.

Einige Banken haben die smsTAN schon komplett abgeschafft. So mussten sich Sparkassenkunden schon vor einigen Jahren umstellen, offiziell wurde das SMS-Verfahren hier im Februar 2020 eingestellt. Je nach Filiale fand die Umstellung früher oder später statt. Im Sommer wird nun auch die technische Infrastruktur für die smsTAN abgeschaltet. Das erklärten die IT-Dienstleister von Sparkassen, Finanz Informatik (FI), und Genossenschaftsbanken, Atruvia gegenüber dem Handelsblatt.

Was sind Alternativen zur smsTAN?

Doch was sind die Alternativen? Neben einer App - bei der Sparkasse ist es die pushTAN-App, bei der Volksbank die App VR-SecureGo - ist auch der gute alte TAN-Generator weiterhin eine Option. Das Gerät erstellt die Zufallsnummer, die man für die Freigabe einer Online-Überweisung braucht, direkt vor Ort. Allerdings müssen Kunden dafür immer den Generator selbst sowie die eigene Bankkarte zur Hand haben.

Und wie sieht es bei anderen Banken aus? Die ING-Diba schafft die mobile TAN per SMS seit April 2021 schrittweise ab. Bei der Commerzbank gibt es die mobileTAN zwar noch, sie kostet aber 12 Cent pro SMS. Bei der Deutschen Bank ist es ähnlich, hier kostet die SMS 9 Cent. Ab das Verfahren auch hier irgendwann eingestellt wird, ist unklar.

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