Plech: Renoviertes Kamera-Museum ist barrierefrei

23.1.2018, 13:55 Uhr
Plech: Renoviertes Kamera-Museum ist barrierefrei

© Archiv/Kurt Tauber

Bis 17 Uhr können sich die Besucher am 4. Februar im Kamera-Museum umsehen und die vielen neuen Exponate im renovierten Kamerasaal erkunden: Die Zahl der Vitrinen wurde deutlich erhöht, sodass ab sofort statt der bisher 1000 Fotoapparate über 1200 Kameras präsentiert werden können. Die in die Jahre gekommenen Fenster wurden ausgetauscht, die Heizkörper ebenfalls erneuert, die flexibel erweiterbare Elektroinstallation trägt den neuen Möglichkeiten zur Vitrinenbeleuchtung Rechnung. Die Vorarbeiten dienen auch der Installation neuer Sicherungssysteme.

Am Auffälligsten hat sich das Museum außen verändert: Ein verglaster Lift ermöglicht künftig auch Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern die Besichtigung der Museumsräume, die Außenanlagen wurden komplett erneuert, neue Fußwege verkürzen die Strecke zum Eingang der an das Schulgebäude anschließenden Mehrzweckhalle, in der am Sonntag, 3. Juni, von 10 bis 15 Uhr, die dritte Plecher Foto- und Filmbörse stattfinden wird, für die bereits vor einem halben Jahr die ersten Anmeldungen eingingen. Ein Zeichen, dass sich diese Veranstaltung inzwischen in Nordbayern etabliert hat.

Den Dachraum einbeziehen

Innen hat sich ebenfalls eine Menge getan: Das Treppenhaus wurde bis ganz nach oben unters Dach weiß getüncht, die grüne Farbe der Sechziger Jahre ist verschwunden. Ganz oben wurde der über 25 Meter lange Raum unter der Dachschräge ausgeräumt und für die Aufnahme weiterer Tausende von Sammlungsstücken vorbereitet. Das wird die Hauptarbeit für 2018 sein, diesen Raum auch wirklich nutzbar zu machen.

Im Museum selbst bot dasselbe Zuschuss-Programm der Bundesregierung, das schon den barrierefreien Zugang mittels Aufzug ermöglicht hat, die Chance, die in die Jahre gekommenen und vor allem für Schüler ausgelegten sanitären Anlagen zu erneuern und auf den neuesten Stand zu bringen – inklusive einer rollstuhlgerechten, geräumigen WC-Kabine mit extra breitem Zugang. Das Museum ist jetzt komplett barrierefrei zu besichtigen und zu besuchen.

Eine bewährte Attraktion beim "Tag der offenen Tür" - übrigens mit freiem Eintritt für alle Gäste - soll wieder die Digitalisierungs-Aktion für Super-8-Filme sein, die schon bei den Fototagen im letzten Frühjahr auf großes Interesse gestoßen ist: Filmfreunde können bei der Digitalisierung dabeisein, ihre Filme während der Überspielung mit modernster Technik auf dem Monitor betrachten und anschließend gleich die Originale samt der daraus erstellten DVDs mit nach Hause nehmen. Wer dafür keine Zeit hat, gibt den Film ab und holt ihn nach Terminvereinbarung an einem späteren Sonntag wieder ab oder lässt ihn sich zuschicken. Wer noch unschlüssig ist, kann sich unverbindlich die Technik erklären lassen.

Shop ist geöffnet

Der Museums-Shop hat an dem Tag ebenfalls geöffnet und hält eine Menge attraktiver und günstiger Angebote an Fotogeräten feil. Wer möchte, kann seine mitgebrachten Kamera-Pretiosen durch die Museumsfachleute zudem kostenlos schätzen lassen.

Um 11 Uhr beginnt auch – passend zur Jahreszeit – die Vernissage zur Kunstausstellung "Karneval in Venedig" mit Aufnahmen des Journalisten und Fotografen Kurt Tauber vom bunten Treiben auf dem Markusplatz.

Flankiert wird die Fotoausstellung durch die Präsentation von Acrylgemälden zum Thema "Karneval in Venedig" von Heinz Volk, der schon 1995 zusammen mit Elisabeth und Kurt Tauber im Auftrag der Pegnitzer Galerie Tauber in Venedig war und später die rund 550 Fotos aus den Kameras von Kurt Tauber als Erinnerungsstütze für seine Venedig-Bilder nutzte.

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