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Altdorfer Grundschule wird musikalisch

Persönlichkeitentwicklung der Schüler soll gestärkt werden - 07.03.2012 16:05 Uhr

Musik hat an der Grundschule Altdorf schon immer einen hohen Stellenwert, der mit dem Projekt nun noch mehr in den Vordergrund gerückt werden soll. Zum Thema wurde in der Aula eine Ausstellung eröffnet. © Hungershausen


Eins wird ganz schnell klar, wenn man die Aula der Altdorfer Grundschule betritt: Kinder stellen sich Musik bunt vor. In vielen Collagen, Bildern und Plakaten haben zahlreiche Klassen ihre Vorstellungen von einer musikalischen Schule visualisiert. Anlass ist das Projekt „Musikalische Grundschule Bayern“

Auf Initiative der Universität Erlangen-Nürnberg starteten das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Bertelsmann Stiftung zum Schuljahr 2011/2012 das Schulentwicklungsprojekt. Weiterer Projektpartner ist die Regierung von Mittelfranken.

Bis zum Ende des Schuljahres 2012/2013 erhalten rund 30 Grundschulen und Förderzentren aus der Region Mittelfranken die Möglichkeit, sich zu einer Musikalischen Grundschule zu entwickeln. Aus dem Landkreis Nürnberger Land sind Altdorf, Winkelhaid und Diepersdorf/Leinburg dabei.

Musik als ideales Medium

Ein besonderer Schwerpunkt der Musikalischen Grundschule in Bayern ist die Förderung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und das Angebot von musikpädagogischen Fortbildungen für Lehrkräfte ohne Musikstudium durch die Universität Erlangen-Nürnberg.

Musik ist ein ideales Medium, das die Entwicklung der sinnlichen, sprachlichen und motorischen Fähigkeiten und damit die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. So werden positive Erfahrungen unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache und Bildungsstand möglich. „Musik hat in der Grundschule Altdorf schon lange einen besonderen Stellenwert“ so Rektor Peter Vogel, der die Ausstellung mit einer kleinen Rede eröffnete. Vor 17 Jahren sei mit einem erweiterten Musikunterricht begonnen worden. Aus finanziellen Gründen habe sich das aber langsam wieder reduziert. Ein Highlight ist aber geblieben, das jährliche Musical, das auch in diesem Jahr wieder aufgeführt wird. Um „Till Eulenspiegel“ geht es heuer. Ein kleiner Chor stellte auch gleich einen Hit aus dem Musical vor.

Rektor Vogel freute sich, dass Astrid Wey, Claudia Sterwerf und Sabine Kümmel von der Elternvertretung anwesend waren. Eine Musikalische Grundschule zeichnet aus, dass Musik auch außerhalb des Faches zur ganzheitlichen Schulentwicklung eingesetzt wird. Musik soll also in den Unterricht aller Fächer hineinwirken. „Wir befinden uns derzeit im Aufbruch“, so der Redner. Tutorin für das Projekt ist Claudia Dignal, die schon entsprechende Schulungen mitgemacht hat. In Kurzschulungen im Haus werden Tipps und Anregungen weitergegeben, oder neue Instrumente vorgestellt wie das „Schlagwerk Percussion 2-in-one Snare cajon“, eine unscheinbare, aber enorm wirkungsvolle „Schlagzeugkiste“.

Wenn man eine ganze Klasse mit Schlagstöcken ausrüstet, dann muss keineswegs eine Schlägerei dabei herauskommen. Mit der richtigen rhythmischen Anleitung ergeben sich mitreißende präzise abgestimmte Klänge von ganz laut bis ganz leise. Konzentriert und mit Spaß führten die Kinder unter Leitung von Claudia Dignal ihre Klangholzmusik vor. Eine weitere Klasse setzte das Cajon und Claves ein, fügte ein Lied hinzu und kam zum Fazit: „Rhythmus und Melodie, das macht gute Laune“. Die Ausstellung mit den klasse Klassen-Ideen für eine Musikalische Grundschule kann von den Schülern und ihren Angehörigen in den kommenden Märzwochen besichtigt werden. sb/16 

Der Bote

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