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Ansbach, Forchheim und Bruck setzen ihren Lauf fort

Bayernliga Nord - 11. Spieltag, Samstag

Die SpVgg Ansbach feierte ihren dritten Sieg in Folge und bleibt weiterhin in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Auch die SpVgg Jahn Forchheim und der FSV Erlangen-Bruck konnten ihre Serie ausbauen.

Der FSV Bruck feierte den vierten Sieg in Serie und klettert in der Tabelle weiter nach oben.

 / © Sportfoto Zink

Schwer kämpfen mussten die Gastgeber um die drei Punkte. Die Gäste zeigten die bessere Spielanlage und hatten auch mehr gute Chancen. Aber Ansbachs Keeper Sebastian Heid zeigte sich auf dem Posten und hielt das "Zu-Null". Auf der Gegenseite entschied Torjäger Patrick Kroiß die Begegnung mit zwei guten Aktionen. Erst wurde er im Strafraum gefoult und Interimskapitän Max Störzenhofecker verwandelte den Strafstoß und dann erzielte Kroiß nach einem unnachahmlichen Alleingang das 2:0. Kroiß hatte auch schon mit zwei guten Zuspielen brilliert, aber Sven Landshuter traf nur die Latte und Max Störzenhofecker schoss am leeren Tor vorbei. Doch eine höhere Niederlage wäre den Gästen gegenüber nicht gerecht gewesen, denn dafür hatten sie zuviele Spielanteile. Aber ihre Möglichkeiten nutzten sie nicht und daher standen sie am Ende mit leeren Händen da. hari (SpVgg Ansbach)

Trotz personeller Knappheit ist der SpVgg Jahn Forchheim eine erfreuliche Überraschung gelungen. Die Forchheimer zwangen unter kräftiger Mithilfe von Doppeltorschütze Wartenfelser den favorisierten TSV Großbardorf zu Hause mit 2:1 in die Knie und feierten ihren dritten Sieg in Folge. Es darf angenommen werden, dass sich die Antrittsgeschwindigkeit eines Jens Wartenfelser noch nicht recht in den Landkreis Rhön-Grabfeld herumgesprochen hatte, als der 21-Jährige nach 150 Sekunden den ersten Turbo zündete. Die selbsternannten Gallier waren bei einer eigenen Ecke aufgerückt, die verbliebenen drei Bewacher mussten nun Wartenfelser hinterherhetzen. Dabei verloren sie kurzzeitig die Übersicht. Wartenfelser flankte mit links auf Steffen Müller, der den Part des Halbstürmers neben Spitze Adem Selmani einnahm. Müller köpfte zunächst den Großbardorfer Torwart an, ehe Wartenfelser den Abpraller zum 1:0 verwertete. Der 21-Jährige überrumpelte in der Folge auch eine vorgewarnte Großbardorfer Abwehr im Tempodribbling mehrfach. Einzig die Effektivität bleibt hier und da auf der Strecke. So zielte der Jahn-Stürmer in der 38. Minute mit einem Rechtsschuss nach glänzender Vorarbeit von Patrick Hagen aus der Mitte flach drei Meter vorbei. Nach der Pause legte Wartenfelser wiederum einen Blitzstart hin. Nach Balleroberung und Spielverlagerung durch Hagen flog der Torschütze von der linken Seite nach innen, verzögerte, schlenzte flach mit rechts zum 2:0 ins lange Eck.

Besser ging es nicht, wäre es aber doch gegangen. Von Hagen in die Spitze geschickt, scheiterte Wartenfelser nur 30 Sekunden nach dem vorherigen Jubel am Torwart. Dass der Forchheimer beim Nachschuss vom gegnerischen Keeper behindert wurde, war dem Unparteiischen keinen Elfmeterpfiff wert. Diese Szene brachte an der Außenlinie Coach Springer einmal mehr in Rage, denn er wusste auch: Mit einem Doppelschlag gegen plötzlich wackelnde Großbardorfer böte sich die Chance zur Vorentscheidung. „Macht ihnen das Licht aus“, rief Springer. Die Schützlinge gehorchten nicht. Steiner setzte einen Aufsetzer aus aussichtsreicher Position daneben, der perfekt in die Gasse geschickte Selmani verzockte sich beim Heber und Müllers Versuch geriet zu hoch. Tatsächlich verkürzte Rugovaj etwas später für Großbardorf. Die Schlussviertelstunde läutete der abermals gestartete Wartenfelser mit einem seitlich verzogenen Chip aufs lange Eck ein. Hektik kam mit der selbstverschuldeten Unterzahl durch einen Platzverweis gegen Selmani auf. Der Innenpfosten gegen Hölderle verhinderte den späten Ausgleich.

„Ich bin zufrieden. Wir haben uns vorgenommen, in den ersten 25 Minuten kompakt zu verteidigen. Das hat funktioniert. Es wäre sogar eine höhere Führung zur Pause möglich gewesen“, befand Jahn-Trainer Springer. Zwei Konter über Steiner wurden nicht entschlossen ausgespielt, allerdings hätten sich die Hausherren auch über ein Gegentor nicht beschweren dürfen. Illig kam einmal am Elfmeterpunkt frei zum Schuss und versagte, dazu zeigte Oeser eine sehenswerte Flugparade gegen Leicht und hielt das Ergebnis, bis Wartenfelser nach dem Wechsel zurück ins Rampenlicht stürmte. Kevin Gudd

Die Erlanger hatten vom Anpfiff weg mehr Spielanteile und erarbeiteten sich gute Gelegenheiten. Allerdings verloren beide Mannschaften im weiteren Verlauf etwas an Präzision beim letzten Pass, sodass es abseits der beiden Treffer des FSV nur noch wenige Torraumszenen gab. In der durchweg fairen Partie war der Sieg der Hausherren jedoch nie wirklich gefährdet. Das 2:1 durch Erlenbachs Amouzouvi avancierte so zur reinen Ergebniskosmetik.

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