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SC Eltersdorf
FSV Erlangen-Bruck
15.
30.
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Derby-Geschichte schrieb ausgerechnet einer der wenigen Unbedarften in diesem Vereins-Duell. Auf beiden Seiten standen Spieler auf dem Rasen, die schon das Trikot des Gegners getragen hatten. Auch SCE-Trainer Bernd Eigner war als Aktiver einst ein Brucker. Und doch war es Manuel Stark, der mit drei Toren das Auftaktspiel der Bayernliga-Saison entschied.„Normalerweise bin ich nicht der torgefährlichste Spieler“, sagt Stark. In seiner ersten Saison beim SC Eltersdorf hat er in 27 Liga-Spielen dreimal getroffen. Diese Quote hat der 24-Jährige in seiner zweiten Runde beim SCE nun schon nach einem Spiel egalisiert. „Das freut mich deshalb doppelt, zum Derby ist es noch schöner. Und dass wir gewonnen haben, setzt dem die Krone auf.“ Was ein Derby bedeutet, weiß Stark auch, obwohl er kein gebürtiger Erlanger ist, sondern aus Neustadt-Aisch kommt. Von seinem Trainer bekam Manuel Stark zudem ein Sonderlob. „Das 3:2 war eine Energieleistung von Manu Stark“, sagte Bernd Eigner.Doch der Sieg war harte Arbeit, der Aufsteiger versteckte sich nicht. Bruck wollte mit direkten Pässen in die Spitze sofort Druck machen. Immer wieder suchten die Gäste Oliver Seybold, doch SCE-Keeper Tugay Akbakla war zunächst immer zur Stelle. In der neunten Minute lief Arapoglu die linke Außenbahn entlang und flankte auf den linken Pfosten, dort musste Seybold den Ball nur noch über die Linie drücken.In Rückstand wachten die Quecken auf. Nur drei Minuten währte die Führung, dann glich Manuel Stark nach einer Ecke aus. Für die Brucker war der Weg in die Spitze nun versperrt, stattdessen wurden die Hausherren mutiger. Tobias Herzner zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern aufs Tor, FSV-Keeper Erdem Ünal ließ die Kugel prallen, Stark staubte am rechten Pfosten ab (28.).

Nach der Halbzeitpause nahm die Intensität weiter zu, es gab erste Diskussionen auf dem Platz, die Brucker kämpften sich zurück in die Partie – und glichen aus. Auch weil es Eltersdorf verpasste, das 3:1 nachzulegen. Patrick Schwesinger hatte gleich zweimal die Chance. Stattdessen jubelten nach einer Stunde die Brucker: Kein Quecke störte Simon Drießlein an der Strafraumgrenze, der zielte selbst, anstatt die Teamkollegen mit einem Steilpass zu schicken, und versenkte das Leder in den Maschen.Doch wieder dauerte die Freude nur kurz – diesmal selbstverschuldet. Erdem Ünal erlebte wahrlich nicht die beste Premiere im Brucker Kasten. Nach seinem Fehler beim 2:1 folgte ein dicker Patzer, der prompt zum 3:2 führte. Der Torwart wollte den Ball wegschlagen, traf aber den nachsetzenden Manuel Stark, der die Vorlage zum Dreierpack dankend annahm (69.). Der Aufsteiger hatte sich so also selbst die Möglichkeit verbaut, zum Saisonauftakt zu punkten.„Nach dieser Niederlage geht es uns bescheiden“, sagt FSV-Trainer Normann Wagner. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen. Es ist bitter für die Mannschaft, dass wir uns nicht belohnt haben.“ Für Bruck war es das erste Spiel nach dem Bayernliga-Aufstieg. „Wir gehen mutig weiter. In Eltersdorf zu verlieren, ist keine Schande“, sagt Wagner. Vor 1050 Zuschauern aber jubelten am Ende nur die Hausherren. „Es war eine schöne Kulisse, ein packendes Spiel“, sagt SCE-Trainer Bernd Eigner. „Der Sieg war verdient, aber auch glücklich.“ Den Unterschied machte diesmal kein Erlanger, sondern Manuel Stark.