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Beständiges Bauen an Brücken

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds tagte in Schwabach - 10.12.2014 18:40 Uhr

Schloss Almoshof im Knoblauchsland wird 2015 zum Spielort des Festivals „Pilsner Frühling“, das mit Mitteln des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds unterstützt wird.

Schloss Almoshof im Knoblauchsland wird 2015 zum Spielort des Festivals „Pilsner Frühling“, das mit Mitteln des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds unterstützt wird. © Foto: Horst Linke


Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds fördert seit über 16 Jahren als gemeinsame Deutsch-Tschechische Initiative gezielt grenzübergreifende Projekte, die Menschen beider Länder zusammenbringen und einen Einblick in die gemeinsame Kultur und Geschichte ermöglichen sollen. Der Fonds stellt jährlich insgesamt drei Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Der Verwaltungsrat aus acht Mitgliedern, der direkt im Auftrag der jeweiligen Landesregierung handelt, wird stets paritätisch besetzt, die Vorstandschaft wechselt jährlich.

„In unserer letzten Sitzung haben wir dieses Jahr einen Schwerpunkt bei den Baudenkmälern“, erklärt Schläger, ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter sowie amtierender Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen: So werden etwa die Sanierung zweier historischer Sakralbauten im Grenzgebiet auf tschechischer Seite unterstützt. Aber auch Fachkonferenzen und die Jugendarbeit sollen gefördert werden. Im grenznahen Rehau existiere etwa ein solches Leuchtturmprojekt, berichtet Schläger: „Hier gibt es eine gemeinsame deutsch-tschechische Fußballschule, in der gemeinsam trainiert wird.“ Das Hobby verbinde und schlage Brücken, jede Seite lerne die Sprache der anderen.

Der ehemalige CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler, der seit drei Jahren dem Zukunftsfonds angehört, freut sich besonders darüber, dass auch die Metropolregion direkt profitieren wird: „Wir haben in Kooperation mit Pilsen – der Kulturhauptstadt 2015 – eine Förderung für das Festival ,Pilsner Frühling‘ beschlossen.“ Neben Erlangen und Pilsen werden also im Patrizierschloss Almoshof im Norden Nürnbergs im Frühsommer 2015 deutsche und tschechische Künstler auftreten. Kastler spricht in dieser Hinsicht von einem durchaus noch „ausbaufähigen Konzept“, da der Zukunftsfonds gerne auch mehr Projekte aus der Metropolregion fördern würde. In dieser Hinsicht wird das kommende Jahr sicherlich spannend: Schließlich steht 2016 eine Bayerisch-Tschechische Landesausstellung mit reichlich Begleitprogramm ins Haus. 

Sebastian Linstädt

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