Montag, 10.12.2018

|

Die Burg im James-Rizzi-Stil

„Mein Nürnberg“: Wie Kinder und Jugendliche ihre Stadt in Szene setzen - 23.07.2015 20:47 Uhr

Eine Besucherin der Ausstellung des Mein-Nürnberg-Wettbewerbs ganz im Bann von Alyie Cetins farbenfrohem Bild „Nürnberg nach James-Rizzi-Art“ (ganz links).Foto: Eduard Weigert


„Mein Nürnberg“ ist hier Programm. Denn: Aufgabe der jungen Künstler war es auch bei der dritten Auflage des Wettbewerbs, Nürnberg als Motiv für ihre Werke zu verwenden. Jetzt wurden die besten drei Kunstwerke, Fotografien und literarischen Texte von Kindern und jungen Erwachsenen in verschiedenen Altersklassen prämiert. Sie hatten sich gegen zig Mitbewerber durchgesetzt.

Das Ziel der Aktion: Das Interesse von Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen wecken, damit sie sich mit der Stadt, in der sie leben, kreativ auseinandersetzen. Das sagt Ender Ses vom Verein Mesale, der bei dem Wettbewerb federführend ist.

Heraus kamen auch dieses Jahr viele einzigartige Interpretationen. Christoph Heuer ist für sein Siegerfoto abgehoben. Mit „Nürnberg von oben im Heißluftballon“ gewinnt er in der Kategorie „Fotografie — junge Erwachsene“. Aliye Cetins Bild ist richtig farbenfroh. Kein Wunder: Sie hat Nürnberg nach James-Rizzi-Art gemalt. Elisabeth Pfeiffer hat die Verbindung von Kunst und Nürnberg wörtlich genommen: Sie hat das Albrecht-Dürer-Haus gezeichnet.

Kamera für Siegerin

Und kreativ sein lohnt sich. So darf sich zum Beispiel Schülerin Jessica Weil, Gewinnerin ihrer Altersklasse im Bereich Fotografie, über eine neue Spiegelreflexkamera freuen. Kein Wunder, dass sie ankündigt: „Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder mitmachen.“

Für die Bewertung und Auswahl der Top drei jeder Kategorie wurde eine unabhängige Jury aus Künstlern, Politikern und der Filialleiterin der Thalia-Buchhandlung, Sabine Janßen, ausgewählt. Dort, in der Thalia-Buchhandlung Campe, Karolinenstraße 13, sind seit Montag die besten Werke des Wettbewerbs für acht Wochen in der Kulturlounge ausgestellt.

Laudator Werner Sacher fand übrigens auch Trost für die Kinder und Jugendlichen, die nicht ausgezeichnet wurden: „Der Weg ist entscheidend und nicht immer nur das Ziel“, findet er und erinnert daran, dass die Teilnehmer allein durch den Spaß an der Kunst schon Gewinner seien.

Einen Haken an der Veranstaltung fand allerdings Ex-Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Laudatorin Renate Schmidt auch: „Der Termin für die Verleihung hätte einen Tag später angesetzt werden müssen, nämlich am 16. Juli — dem Gründungsdatum Nürnbergs.“ 

JOHANNES LANG

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: nordbayern.de