Mittwoch, 16.01.2019

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„Frauenhaus besser fördern“

Alexandra Hiersemann (SPD): Einrichtung in Erlangen am Limit - 29.04.2016 18:36 Uhr

Demnach reichen die finanziellen Mittel, die der Freistaat zur Verfügung stellt, bei weitem nicht aus, so die Erhebung. Eine Aufstockung der Kapazitäten um 35 Prozent sei dringend erforderlich. Die Studie bestätigt die SPD-Forderung nach der Schaffung von zentralem und bezahlbarem Wohnraum, damit die Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus unabhängig leben können.

Eine SPD-Anfrage hatte unter anderem ergeben, dass das Frauenhaus Erlangen, in dem auch Frauen aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt eine Zeit lang leben, im Jahr 2013 nur 32 400 Euro vom Freistaat Bayern bekommen hat – und das für über 69 Frauen mit 65 Kindern allein im Jahr 2012.

Die Erlanger SPD-Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann zeigt sich besorgt: „Was wir schon lange wussten, hat sich durch die Studie jetzt bestätigt. Frauen, die Opfer von Gewalt sind, müssen die Hilfe bekommen, die sie brauchen – auch in Erlangen und Erlangen-Höchstadt.“ Es könne nicht sein, so die Abgeordnete, dass die Verantwortlichen hier jeden Cent drei Mal umdrehen müssten und kaum über die Runden kämen.

Kritik an Finanzierung

Bereits im vergangenen September hatte Hiersemann im Gespräch mit unserer Zeitung die Arbeit des Frauenhauses gelobt, aber die mangelnde Finanzierung durch den Freistaat kritisiert. „Ohne Zweifel ist die Unterstützung des Freistaates mit rund acht Prozent der Gesamtkosten lächerlich gering, die von dort ausgereichten Mittel wurden zudem seit fast 20 Jahren nicht mehr nennenswert erhöht“, sagte sie damals.

Zudem forderte Hiersemann in dem EN-Gespräch Änderungen bei der Kostenverteilung: „Die Hilfe für bedrängte Frauen und ihre Kinder darf nicht allein den Kommunen zugeschoben werden.“  

sc/en

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