Kabarett-Legende Werner Schneyder mit 82 gestorben

3.3.2019, 15:52 Uhr
Die Liste seiner Talente war lang: Autor, Sänger, Sportkommentator, Schauspieler, Regisseur, Ringrichter. Der Österreicher Werner Schneyder hat aber vor allem die Kabarett-Szene in Deutschland viele Jahre mitgeprägt.

© Ingo Wagner, dpa Die Liste seiner Talente war lang: Autor, Sänger, Sportkommentator, Schauspieler, Regisseur, Ringrichter. Der Österreicher Werner Schneyder hat aber vor allem die Kabarett-Szene in Deutschland viele Jahre mitgeprägt.

Der österreichische Kabarettist, Moderator und Autor Werner Schneyder ist tot. Schneyder, der für das ZDF als Sport-Kommentator gearbeitet hatte, sei im Alter von 82 Jahren gestorben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen von Schneyders Familie.

Schneyder veröffentlichte bis zuletzt Artikel über die kulturellen und politischen Verhältnisse speziell in Österreich. Auch als TV-Gast war er noch gefragt. Im österreichischen Bundespräsidenten-Wahlkampf 2016 wetterte er gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer und stand klar an der Seite des grünen-nahen späteren Siegers Alexander Van der Bellen.

Dem deutschen TV-und Kabarettpublikum wurde Schneyder vor allem durch seine Auftritte in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft bekannt. Zusammen mit Dieter Hildebrandt schimpfte er gern voller Süffisanz auf die Politik. Als Kabarettist brachte es Schneyder auf mehr als 1000 Auftritte auf Bühnen in Österreich und Deutschland.

Der gebürtige Grazer mit Doktortitel in Publizistik war zunächst Lokal-Sportreporter und Werbetexter. Wenig später arbeitete er in Salzburg als Theaterdramaturg und schrieb auch Theaterkritiken, bevor er wiederum die Seiten wechselte und selbst als Kabarettist auf der Bühne stand.

Meist verfolgte Schneyder seine Interessen parallel, war gleichzeitig Autor und Kabarettist, Schauspieler und Aphoristiker oder Regisseur und Drehbuchautor. Zeitweise schrieb er Kolumnen im Männermagazin Playboy. Rund 20 Bücher hat er verfasst.

Schneyder kritisierte auch scharf den Islam: "De jure ist er eine Religion, die die Weltherrschaft anstrebt." Die oftmals aus politischer Korrektheit gepflegte Toleranz gegenüber dieser Religion hielt er für falsch.

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