Dienstag, 20.11.2018

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Milchhof-Areal: „2012 sind wir fertig“

Bauen in Rekordzeit - 08.10.2010 18:49 Uhr

So wird das neue Service-Center der Telekom einmal aussehen. Der Entwurf stammt von dem Nürnberger Büro Reindl und Team. Die Bauzeit soll insgesamt nur elf Monate betragen.Simulation: Dibag


Beim Richtfest des Telekom-Büro-Gebäudes kündigte Wolfgang Kasper, Mitglied des Vorstands der Dibag Industriebau AG, die nächsten Schritte für den westlichen Teil des Geländes an. Im November wird das Wohnhaus, das direkt am Dürrenhoftunnel steht, abgerissen. Anschließend wird mit dem Bau des Parkhauses, das 260 Stellplätze haben wird, begonnen. Nach seiner Fertigstellung wird im Februar an der Dürrenhofstraße ein Bürogebäude mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche gebaut.

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Die Geschichte des Milchhof-Areals

Das Gelände zwischen Wöhrder Talübergang, Bahngleisen und dem Wöhrder See blickt seit den 20er Jahren auf eine wechselhafte Geschichte voller Höhen und Tiefen zurück.


Kasper rechnet, dass Ende 2011, spätestens im Frühjahr 2012, das Areal an der Kressengartenstraße komplett bebaut ist. Am kommenden Dienstag wird die Volks- und Raiffeisenbank Nürnberg offiziell den Grundstein für den Bau ihrer neuen Zentrale legen. Noch in diesem Herbst soll für 17 Millionen Euro auch die neue Mercedes-Niederlassung auf dem Milchhof-Gelände begonnen werden. Fertigstellung ist für Sommer 2011 geplant. Laut Baureferent Wolfgang Baumann wurden die Pläne von Mercedes noch einmal deutlich überarbeitet.

Die Dibag steht außerdem in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem weiteren Nutzer, der gegenüber dem ehemaligen Elektrizitätswerk entlang der Tullnaustraße bauen will. Das wäre dann der Schlusspunkt für das ganz Areal. Kasper schätzt, dass dann insgesamt 2000 Menschen auf dem früheren Milchhofgelände arbeiten werden.

Die Dibag hatte 2004 das Gelände gekauft, nachdem acht Jahre vergeblich versucht worden war, eine neue Nutzung zu finden. Zu den zerplatzten Träumen gehörte auch der von einem Musical-Standort. Rund 25 Millionen Euro hat die Dibag in den Kauf des Grundstücks und seine Erschließung bislang investiert. Für den Bau des Telekom Service-Centers, der MID-Zentrale, des Parkhauses und des Bürogebäudes am Dürrenhoftunnel hat die Dibag rund 30 Millionen Euro investiert, so Kasper. Nimmt man noch die Investitionen der Nutzer hinzu, so könnten rund 120 Millionen Euro für das ehemalige Milchhofareal zusammenkommen.

Mercedes hat Baurecht

Baumann erinnerte daran, dass es bei der Entwicklung des Areals nicht immer einfach war, einen Ausgleich zwischen Einzelinteressen und städtebaulichem Gesamtkonzept zustande zu bringen: „Über Qualität muss man streiten.“ Mercedes hat Baurecht, deshalb habe auch kein reiner Bürostandort am Wöhrder See entwickelt werden können.

Die neue Zentrale des Software Entwicklers MID hat schon Gestalt angenommen. Im Februar ist Einzug. © Stefan Hippel


Im neuen Service-Center der Telekom wird Platz für 700 Mitarbeiter sein. Bislang haben schon 500 Telekom-Beschäftigte in Nürnberg in diesem Bereich gearbeitet, je 100 Arbeitsplätze kommen aus Ansbach und Passau hinzu, weil die Standorte zusammengelegt werden. „Das neue Service-Center wird über modernste Computertechnik, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sowie attraktive Pausen- und Besprechungsräume verfügen“, sagte Jörg Rechermann von der Telekom. In Vertretung von Wirtschaftsreferent Roland Fleck lobte der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein den Bau als Bekenntnis zum Standort Nürnberg: „Glücklich ist, wer in Franken sein kann.“ 

André Fischer E-Mail

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