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Deutschlands größte Nerzfarmen werden geräumt

Tierschutzbund fordert weiterhin bundesweites Haltungsverbot - 04.12.2017 21:28 Uhr

Waschbären, Marder und Nerze sind auch in Deutschland heimisch. (Symbolbild) © Patrick Pleul dpa


Seit Jahren kämpfen Aktivisten des Tierschutzbundes und anderer Organisationen für ein Verbot von Nerzfarmen in Deutschland, nun können sie einen großen Erfolg verbuchen. Noch in diesem Jahr sollen mit Zirtow bei Wesenberg und Güstrow zwei der größten Anlagen Deutschlands geschlossen werden. Die Farm in Güstrow werde derzeit geräumt, berichtet NDR Info mit Verweis auf einen Sprecher des Landkreises Rostock. Dort wurden in der Spitze Zehntausende Tiere gehalten.

In Mecklenburg-Vorpommern ist das Aus für die Pelztierhaltung bereits seit 2014 besiegelt - nach einem jahrelangen Rechtsstreit. Züchter verpflichteten sich, ab dem 12. Januar 2018 keine Pelztiere mehr zu halten.

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Der Deutsche Tierschutzbund erhebt schwere Vorwürfe gegen die Züchter. Aufnahmen, die Aktivisten heimlich in deutschen Farmen machten, zeigen erschreckende Zustände. Kot stapelte sich unter den Käfigen, in denen die Tiere gehalten werden, dort sei viel zu wenig Platz. "Die Nerze sind damit jeder Möglichkeit beraubt, sich artgerecht zu verhalten", sagen die Aktivisten. "Verhaltensstörungen, wie stereotype Bewegungen oder Gitterbeißen sind oftmals die Folge." Sie fordern ein bundesweites Verbot der Pelztierhaltung. 

tl

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