Samstag, 17.11.2018

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Mann schrie "Allahu akbar": Großeinsatz in Bamberg

Spezialkräfte prüften Gepäckstücke am ZOB - Unterbringung in Psychatrie - 24.03.2017 20:20 Uhr

Am Freitagmittag ist der Bamberger ZOB in der Innenstadt weiträumig abgesperrt worden - zuvor hatte ein Mann üble Drohungen ausgestoßen. © NEWS5 / Merzbach


Nach Angaben der Polizei schrie der 30-Jährige am zentralen Busbahnhof (ZOB) in Bamberg, "Ihr werdet alle sterben!" und "Allahu akbar". Danach betrat der Mann mit zwei Gepäckstücken in der Hand den Bus. Schnell alarmierten Zeugen die Polizei, der ZOB sowie einige angrenzende Gebäude wurden nach der Drohung vorübergehend geräumt.

Hierbei wurde die Bamberger Polizei von allen umliegenden Dienststellen und Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. In dem Bus ließ sich der Mann widerstandlos festnehmen. Die weiteren Fahrgäste konnten den Linienbus unbeschadet verlassen.

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Polizeieinsatz nach Bombendrohung in Bamberger Bus

In der Bamberger Innenstadt kam es am Freitagmittag zu einem großen Polizeiaufgebot, nachdem ein Mann in einem Bus mit einer angeblichen Bombe in seinem Rucksack gedroht hat. Die Polizei setzte den Mann fest und konnte keine bedrohlichen Gegenstände feststellen. Gegen 15 Uhr war die Situation geklärt.


Da das Verhalten des Mannes auffällig war und die Drohungen höchst alarmierend, wurden Einsatzkräfte einer technischen Spezialeinheit des Bayerischen Landeskriminalamtes hinzugezogen. Gegen 14 Uhr begannen sie damit, die Gepäckstücke des Mannes zu überprüfen. Bei der Untersuchung stellten die Spezialisten des Landeskriminalamtes jedoch keine gefährlichen Gegenstände fest und konnten etwa eine Stunde später Entwarnung geben. In beiden Rucksäcken befanden sich laut Auskunft der Polizei nur Alltagsgegenstände. Auf Twitter hielt die Polizei Oberfranken die Bevölkerungen auf dem Laufenden.

Auf Nachfrage wollte ein Pressesprecher nicht bestätigen, dass sich der beschriebene Knall auf eine mögliche Sprengstoffentschärfung beziehen würde. "Die Art und Weise der Untersuchung durch die Kollegen vor Ort führt zu Lärm", erklärte er lediglich.

Am Freitagabend gab die Polizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft schließlich bekannt, dass der 30-Jährige Mann wahrscheinlich an einer psychischen Erkrankung leidet. Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund gibt es nicht. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen den Asylbewerber aus dem Senegal Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und wegen Bedrohung ein.

Der 30-Jährige wurde aufgrund seines psychischen Zustandes in die geschlossene Abteilung eines psychatrischen Krankenhauses gebracht, nachdem er dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde.


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