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Freitag, 20.07.2018

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500 Hobby-Tänzer zu Gast in der Hugenottenstadt

Das Erlanger Tanzhaus hat das Fest zum achten Mal organisiert - 30.04.2012

Die Veranstaltungen beim Erlanger Internationalen Tanz- und Folkfest, das vom Tanzhaus organisiert worden war, waren allesamt sehr gut besucht. © Klaus-Dieter Schreiter


Carsten Distler, dem Vorsitzenden vom Verein „Erlanger Tanzhaus“, fällt ein Stein vom Herzen. Endlich ist die fast einjährige Vorbereitung vorbei, endlich kann es losgehen mit dem Tanzfest. Die Jungen und Mädchen aus der fünften Klasse des Ohm-Gymnasiums dürfen heuer auch mitmachen, gestalten quasi die Eröffnung. Ihr Französischunterricht findet dieses Mal tänzerisch statt. Emma Brouson und Horst Grimm studieren mit ihnen Französische Tänze ein, und ihre Anleitung ist in Französisch. Hernach gibt es beinahe tosenden Applaus für diese Französisch-Stunde der etwas anderen Art.

Zwölf Workshops und sechs Tanzveranstaltungen haben die 40 Organisatoren vom Tanzhaus für dieses Wochenende organisiert. Sie finden im Pacellihaus, im Studentenhaus, im E-Werk und im Kulturforum Logenhaus statt, wo das Erlanger Tanzhaus beheimatet ist. Bislang alle zwei Jahre und nun schon das achte Mal hat der Verein diese inzwischen in ganz Deutschland bekannte Veranstaltung auf die Beine gestellt. Dazu gekommen sind die Erlanger Tänzer „wie die Jungfrau zum Kind“. Die Stadt, die das Fest vor 1998 veranstaltet hatte, wollte oder konnte das nicht mehr. Denn die Veranstaltung ist teuer. So mussten die Tanzhaus-Mitglieder heuer rund 15000 Euro aufbringen, weil vor allem die Bands viel Geld kosten, aber auch die Raummieten nicht kostenlos sind. Darum werden die Mitglieder vorher auch befragt, ob sie das finanzielle Risiko eingehen wollen.

„Tanzen trauen sich die wenigsten, aber wer sich erst einmal getraut hat, der kommt davon nicht mehr los und hat richtig Spaß“, sagt Carsten Distler, der das aus eigener Erfahrung weiß. Dass das tatsächlich so ist erfährt man, wenn man die lustigen, wirbelnden Männer und Frauen bei ihren Tänzen und in den Workshops beobachtet.

Für den heutigen Montag haben die Organisatoren erstmals ein Experiment gewagt: Es wird nämlich ein Ausflug in die Fränkische Schweiz angeboten. Dabei gibt es unter anderem eine Höhlenwanderung, einen mehrstündigen Spaziergang mit Tanzpausen, Geschichten und Weisheiten um Bäume und Kräuter und Naturtänze mit dem Erlanger Kultur-Ehrenbrief-Träger Axel Röhrborn. Abends steigt dann im Kulturforum der traditionelle Tanz in den Mai. „Kiss me quick“ spielen dabei schwungvolle Tanzmusik aus den nordamerikanischen Appalachen. Das Duo „Trudelmadame“ aus Frankreich hat für heute Abend leider abgesagt, doch die Mai-Tanznacht verspricht trotzdem eine schwungvolle Veranstaltung zu werden. Eloi Wauquiez und Andreas Bothe werden nämlich schwungvollen Bal-Folk-Klassiker bringen. 

Klaus-Dieter Schreiter

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