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Bahn schlägt sich Weg nach Norden in Erlangen frei

Für vier Gleise müssen Bahndämme und zweite Burgbergröhre gebaut werden - 27.11.2013 15:42 Uhr

Um den Bahndamm verbreitern zu können müssen an der ehemaligen B4 alle Büsche und Bäume umgelegt werden. © Harald Sippel


Der rund acht Kilometer lange Abschnitt zwischen dem nördlichen Ende des Erlanger Bahnhofs und Baiersdorf beginnt auf Höhe der Martinsbühler Unterführung und führt über den mit einer zweiten Röhre zu erweiternden Burgbergtunnel bis nördlich des Bahnhofs Baiersdorf.

Dabei werden acht Überführungen und -brücken und zwei Straßenbrücken über die Trasse errichtet. Der Bau der Strecke beginnt im zweiten Quartal 2014. Und Ende 2014 will die Bahn den Startschuss für den Baubeginn der zweiten Röhre des über 300 Meter langen Burgbergtunnels geben.

"Anstich" 2014

Dieser Tunnel, der als getrennte zweite Röhre angelegt wird – im bisherigen Tunnel muss der Verkehr weitergehen – , wird eine lichte Höhe von zwölf Metern haben und mit seiner Oberkante 35 Meter unter der Oberkante des Burgbergs an dieser Stelle liegen. Geologische Erkundungen haben ergeben, dass die bergmännisch vorgenommenen Bauarbeiten auf Sand- und Tongestein des mittleren Burgsandsteins treffen werden. Das durch ständig in Gestalt und Festigkeit wechselnde Gestein wird nicht ganz einfach abzufangen sein. Zwei Betonschalen sollen dafür sorgen, dass der Berg über der Röhre an Ort und Stelle bleibt – natürlich werden auch rechts und links der Vortriebsarbeiten die Bodenbewegungen genau kontrolliert, um, zwar nicht erwartete, aber auch nicht ganz auszuschließende, Auswirkungen auf Gebäude dokumentieren zu können.

Zwischen dem Nordausgang des Burgbergtunnels und dem Bahnhof Bubenreuth hat die Bahn mit den Vorarbeiten für eine Neutrassierung der Bahnstrecke begonnen. Um alle vier Gleise unterbringen zu können, müssen die Gleise im Bereich Bubenreuth-Süd näher an die Bebauung herangeführt werden mit der Folge, dass es einen noch effizienteren Lärmschutz geben wird. Im weitere Verlauf müssen sowohl die Bahntrasse als auch die Staatsstraße, die ehemalige Bundesstraße4), leicht nach Westen verschwenkt werden, um im Bereich des dort ansässigen Instrumentenbauers ausreichend Platz zum Gewerbebetrieb zu bekommen.

Neuer Bahndamm

In der Stadt selbst muss nördlich der Bahnhofsausfahrt Erlangen (etwa auf Höhe des E-Werk-Parkplatzes) Raum für vier Gleise geschaffen werden, müssen die Brücken erweitert und der Bahndamm im Bereich der Baiersdorfer Straße verbreitert werden. Erheblichen Einfluss auf das Verkehrsgeschehen wird es geben, wenn die Brücke der Bayreuther Straße über die Bahnlinie abgerissen und für die vier Gleise mit größerer Spannweite neu gebaut wird.

Zwischen Nürnberg und Ebensfeld wird die gesamte Strecke von zwei auf vier Gleise erweitert und erhält erstmalig Schallschutz. Die Erweiterung dient dem Fern- und Güterverkehr sowie der S-Bahn mit neuen Gleisen und Haltepunkten. Die neue Strecke ermöglicht Geschwindigkeiten zwischen 160 und 230 km/h. Im Norden der Ausbaustrecke schließen sich ab Ebensfeld bis Erfurt 230 Kilometer Neubaustrecken für 300 km/h an. Hier läuft bereits der Gleis- und Oberleitungsbau. 

Peter Millian

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