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Eine Mahnwache vor Areva ruft zum Abschalten auf

Kernkraftwerke stellen in Deutschland weit mehr als ein Restrisiko dar, sind die über 200 Demonstrierenden überzeugt - 15.03.2011 17:30 Uhr

Über 150 Demonstrierende forderten am Montag in einer Mahnwache vor Areva NP in der Erlanger Paul-Gossen-Straße das Abschalten der deutschen Kernkraftwerke. Das Unternehmen selbst sieht in der Kernkraft weiter eine sichere Technologie. © Edgar Pfrogner


„Wir sind erschüttert und zutiefst besorgt über die Natur- und Atomkatastrophe in Japan“, sagte der Initiator Stefan Haubold vom Verein ,Sonne nutzen auf jedem Dach’, „und wir wollen vor allem der Opfer gedenken, die diese Katastrophe gefordert hat.“ Gleichzeitig hoffe man aber, dass die weiter drohende Atom-Katastrophe in den japanischen Unglücks-Kernreaktoren für die Bevölkerung möglichst geringe Folgen hat.

Der Vorfall zeige auch, dass selbst eine hochtechnisierte Gesellschaft wie die japanische nicht in der Lage sei, die Atomkraft unter allen Umständen zu beherrschen. Dieser Auffassung schlossen sich vor dem Haupteingang des Nuklear-Unternehmens auch der Verein Sonnenenergie, die Grünen, die ÖDP und der SPD-Kreisverband Erlangen an.

Obwohl Deutschland „kein klassisches Erdbebengebiet“ ist, so die einhellige Auffassung der Demonstrierenden, sollten die Ereignisse in Japan Anlass sein, die Debatte um die Atomkraft neu zu eröffnen. Es bleibe immer ein Restrisiko — und was dies bedeute, das zeigten die tragischen Ereignisse in Japan.

  

Peter Millian Lokalredaktion

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