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Erlangen: Historischer Computer wieder in Betrieb

Uni feiert Wiedereinweihung des Zuse Z 23 — Nur noch wenige erhaltene Modelle - 05.03.2015 12:00 Uhr

Horst Zuse mit der Z 23, ein elektronischer Forschungscomputer, den Zuses Vater Konrad in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts konstruierte. © Foto: Harald Sippel


„Also lasst uns den Düsenjet starten“, ruft Edward Aures und sein Kollege Volkmar Sieh drückt einige Knöpfe am Schaltpult. Dann beginnt eine Trommel zu rotieren und zu jaulen – immer lauter. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU) hat im Rahmen eines Festkolloquiums ihren ersten elektronischen Forschungscomputer Zuse Z23 nach zweieinhalb Jahren Restauration wiedereingeweiht.

Gebaut hatte den Z 23 der Computerpionier Konrad Zuse in den 1960er Jahren. Sein Sohn Horst Zuse ist in dessen Fußstapfen getreten. Er erzählt, wie einmalig der Zuse in Erlangen sei: „Es gab nur eine Produktionslinie von 98 Stück. Ich kenne nur weitere funktionstüchtige Geräte in Hünfeld bei Fulda und in Saarbrücken.“

Bis 1976 nutzte die Universität den Zuse Z 23 für Simulationen. Später profitierten Schüler des Christian-Ernst-Gymnasiums von dem Computer. Dort war er bis 1983 in Betrieb. Anstelle einer Festplatte hatte der Zuse eine Trommel. Nach heutigen Maßstäben bräuchte man für einen zwei GB großen USB-Stick 300 000 solcher Trommeln.  

Sebastian Balcerowski

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