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Erlanger Burgberg: Oben Kirchweih, unten Tunnelbau

Bis zum Beginn des Bierfestes soll Durchschlag für zweite Bahn-Röhre gelungen sein - 18.02.2015 17:52 Uhr

Mit schwerem Gerät startete am Mittwoch der Anschlag für die zweite Röhre des Erlanger Burgbergtunnels. © Klaus-Dieter Schreiter


Im Beisein von Vertretern aus dem Bundesverkehrsministerium, von Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann sowie der Baufirmen und Tunnelbauer nahm die Erlangerin Karin Kefer als Tunnelpatin (und irdische Vertreterin der heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Mineure), den ersten Anschlag. Karin Kefer ist die Frau von Bahn-Vorstandsmitglied Volker Kefer, der das Ressort Infrastruktur der Deutschen Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG leitet.

„Von dem Tunnel und dem viergleisigen Ausbau in Richtung Bamberg und über Erfurt nach Berlin wird unser gesamtes Mobilitätssystem profitieren“, betonte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann, „wir steigern das Angebot im Nürnberger S-Bahn-Bereich künftig um mehr als acht Prozent auf 7,3 Millionen Zugkilometer.“ Unter anderem werde es nach der Fertigstellung einen ganztägigen 20-Minuten-Takt zwischen Nürnberg und Erlangen geben. Finanziert werde der S-Bahn-Ausbau auch durch den Freistaat, der zu den Gesamtkosten von über 400 Mio. Euro 150 Mio. beitrage.

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Durch den Burgberg: Tunnelanschlag in Erlangen

Der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Erlangen und Bamberg kommt voran: Der Anschlag für die zweite Röhre des Erlanger Burgbergtunnels wurde am Mittwochmorgen groß gefeiert. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war vor Ort.


Bereits jetzt seien zahlreiche Verbesserungen realisiert oder im Bau. „Ich nenne nur den neuen Haltepunkt Paul-Gossen-Straße, der Ende des Jahres in Betrieb gehen soll, oder die Brücke Martinsbühler Straße, wo jetzt der Bau beginnt“, so Herrmann.

Der Verkehrsminister betonte, dass die Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg-Erfurt dem bayerischen Schienenverkehr neue Möglichkeiten eröffnet und zusätzliche Stabilität verleiht. Gleichzeitig forderte Herrmann die Bahn auf, die fränkischen Städte noch stärker an den Fernverkehr anzubinden, wenn die Strecke nach Berlin Ende 2017 ihren Betrieb aufnimmt. Kritisch äußerte sich Herrmann zu der Absicht des Bundesverkehrsministeriums, den Ausbau der Güterzugstrecke durch einen Tunnel unter dem Bahnhof Fürth noch einmal auf den Prüfstand zu stellen: „Die Notwendigkeit ist längst festgestellt, jetzt muss schnell gebaut werden!“

Der 16 Mio. teure Tunnel, der bis zum Anstich der Bergkirchweih – dort gibt es zum Auftakt ebenfalls einen Anstich – „durchschlagen“ sein soll, ergänzt die 306 m lange zweigleisige Röhre, die 1844 in Betrieb genommen worden ist.Den Auftakt der Anschlag-Feier bildete ein ökumenischer Gottesdienst, den für die Gemeinde Erlangen-Altstadt Pfarrerin Imke Pursche und für die Bubenreuther Gemeinde Maria Heimsuchung Pfarrvikar Jacob Kurasserry gestalteten. Sie wünschten den Bauarbeite(r)n Gottes Segen. 

pm

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