Mittwoch, 19.12.2018

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Erlanger sollen über ihre Geschichte stolpern

Glänzende Gedenksteine im Pflaster sollen an von den Nationalsozialisten ausgelöschte Biografien erinnern - 13.04.2007

Künstler Gunter Demnig setzt vor dem Haus Betten–Bühler «Stolpersteine» für die Jüdin Wilma Katz und die Familie Bénesi. Erlangens Beauftragte für jüdische Fragen, Ilse Sponsel (im Rollstuhl) sieht zu. © André De Geare


Initiator von Idee und Tat ist der Kölner Künstler Gunter Demnig, der mit seinem nicht überall unumstrittenen Projekt «in Erlangen nur gute Erfahrungen gemacht hat», wie er in Hinblick auf die vom Stadtrat getragene Initiative von Ilse Sponsel (sie ist die städtische Beauftragte für ehemalige jüdische Mitbürger) sagt.

Mit dem Projekt Stolpersteine will Demnig die Nachfahrengeneration und vor allem Jugendliche ansprechen: «Es macht einen großen Unterschied, ob ein Schüler ein Buch aufschlägt und von Millionen ermordeten Holocaust-Opfern liest oder ob er das Schicksal einer Familie in der eigenen Stadt erforscht.» Die Stolpersteine (auch für einen Zeugen Jehovas) werden am 26. April feierlich gewürdigt, am 18. Juni erinnert die katholische Kirche an konvertierte Juden. pm 

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