Mittwoch, 12.12.2018

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Hand in Hand für nachhaltigen Konsum in der Stadt

Erlangen als 100. Fairtrade-Stadt ausgezeichnet - 22.10.2012

Die Erlanger Combo „Non Filtrata“ untermalte das Fest, das anlässlich der Fairtrade-Auszeichnung der Stadt auf dem Schlossplatz stattfand, musikalisch. © Harald Hofmann


„Damit steht Erlangen in einer Reihe mit Städten wie Madrid, Rom, Paris und San Francisco“, freute sich Julia Holl von Fairtrade International bei der Urkundenübergabe auf dem Schlossplatz an Bürgermeisterin Elisabeth Preuß.

Elisabeth Preuß und Julia Holl von Fairtrade International. © Hofmann


Im Jahr 2000 wurde die britische Stadt Garstang vom internationalen Verbund Fairtrade International (FLO) zur ersten Fairtrade Town weltweit ernannt. 2009 startete die Kampagne in Deutschland; erste deutsche Fairtrade Town wurde Saarbrücken. Initiiert wurde die Kampagne in Deutschland vom Verein Transfair e.V., der dem internationalen Verbund angehört. Erklärtes Ziel ist es, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum zu fördern und mit der Vergabe von Fairtrade-Siegeln benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen: Erlangen wird Fairtrade-Stadt; die lokale Steuerungsgruppe „Erlangen wird fairer“ hat seitdem viele Projekte zum Fairen Handel auf den Weg gebracht, um die Stadt bei der Umsetzung der nötigen Kriterien für die Bewerbung zu unterstützen.

So werden nun in 36 Geschäften und über 50 Gastronomiebetrieben fair gehandelte Produkte angeboten, womit Erlangen das wichtigste Kriterium für die Auszeichnung mehr als erfüllt. Aber auch Stadtverwaltung, Schulen, Vereine und kirchliche Einrichtungen müssen sich für den Fairen Handel engagieren.

Zu den Unterstützern zählen inzwischen vier Schulen, elf Kirchengemeinden, Cafés, Kinos, Bäckereien und etliche Vereine, darunter der Dritte-Welt-Laden und der Verein Städtepartnerschaft San Carlos. Am Beispiel dieser Städtpartnerschaft zeigte Bürgermeisterin Preuß in ihrer Dankesrede das wachsende Engagement Erlangens auf: „Der Agenda 21-Beirat hat sich hier außerordentlich stark engagiert. Es war von Anfang an ein klares Ziel, über die Partnerschaftsarbeit hinausgehend, weitere Akzente zu setzen und politische Initiativen anzustoßen.“ Dank ging auch an die Erlanger Nachrichten, deren Berichterstattung dazu beigetragen habe, dass die Stadt alle Kriterien für die Auszeichnung als „Fairtrade Town“ erfüllen konnte.

Abgerundet wurde die Feier durch zahlreiche Infos zum Fairen Handel, fair gehandelte Snacks und Getränke und die Musik der Erlanger Combo „Non Filtrata“.

  

VON HARALD HOFMANN

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