Mittwoch, 21.11.2018

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Heroldsberg: Klares Zeichen gegen Rechtspopulisten

300 Menschen demonstrierten gegen AfD-Veranstaltung - 13.10.2018 14:00 Uhr

Zahlreiche Parteien und Verbände wandten sich bei der Kundgebung auf dem Heroldsberger Rathausplatz gegen menschenverachtende Äußerungen. © Tilmann Ochner


Unter dem Motto "Demokratie braucht keine Alternative" fanden sich Vertreter verschiedener Parteien ein, um ein deutliches Zeichen gegen den Rechtspopulismus zu setzen. Ähnliche Veranstaltungen in den letzten Tagen in der Region zeigten ein vergleichbares Bild: In Forchheim taten 600 Demokraten gegen etwa 80 AfD-Anhänger an, in Herzogenaurach fanden sich etwa doppelt so viele Demonstranten wie AfD-Sympathisanten ein, und in Heroldsberg demonstrierten bis zu 300 engagierte Bürger und Politiker Geschlossenheit gegen eine überschaubare Besucherzahl des Wahlkampf-Finales der AfD im Heroldsberger Bürgersaal, unmittelbar neben dem Rathausplatz.

Politiker verwiesen in ihren Reden deutlich auf die Gefahren, die von den AfD-Statements ausgingen. Formulierungen wie "das rot-grüne Geschmeiß aufs Schafott und dann das Fallbeil runter" mache dieses deutlich, wurde betont. Wenn von "Überfremdung, Umvolkung und Volkstod" gesprochen werde, sei dies ebenfalls befremdlich.

Eingegangen wurde auch auf den Satz in einer E-Mail der AfD-Führungsfigur Alice Weidel, der sich auf die Bundesregierung bezieht: "Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermächte des 2. Weltkrieges".

Ein Sprecher der Grünen brachte seinen Unmut deutlich zum Ausdruck: "Die braune Brühe, die im Bundestag manchmal von der AfD herunterschwappt, ist einfach unerträglich. Noch schlimmer finde ich es aber, wie viele Menschen diesen Idioten auf den Leim gehen."

Nach der Aufforderung von Frank Riegler "Wir müssen entschieden Stellung nehmen gegenüber dieser Partei, wir müssen sofort sagen, was uns nicht passt" taten dies auf dem Heroldsberger Rathausplatz dann auch rund ein Dutzend Politiker, Funktionäre und Würdenträger um Bürgermeister Johannes Schalwig und Pfarrer Thilo Auers aus Heroldsberg parteiübergreifend in demokratischer Geschlossenheit.  

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