Dienstag, 13.11.2018

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Japanisches Desaster befeuert die Anti-Atombewegung

Über 500 Atomkraftgegner gehen in Erlangen auf die Straße und fordern eine Energiewende weg von der Kernkraft - 22.03.2011 11:20 Uhr

Über 500 Atomkraftgegner versammelten sich gestern Abend hinter der zentralen Parole gegen die Atomkraft und forderten eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energiequellen und einer beherrschbaren Technologie. © Bernd Böhner


Aus dem Initiatorenkreis der Demonstration sprach Anton Salzbruinn vom Erlanger Sozialforum auf dem Rathausplatz von den Ereignissen in Japan als den „Folgen einer verantwortungslosen Atompolitik sowohl der Regierung wie des Betreiber-Unternehmens.“ Was den Menschen Sorge bereite, sei der Umstand, dass eine solche Katastrophe grundsätzlich auch in Deutschland denkbar sei.

Die offenkundigen Sicherheitsmängel in den japanischen Atomkraftwerken seien aber keineswegs nur „menschliches Versagen“, gegen das es bessere Sicherheitsbestimmungen geben müsse, vielmehr stehe das Beispiel Japan dafür, dass die Atomkraft „Restrisiken“ beinhalte, die generell nicht beherrschbar seien, hieß es später auf der Kundgebung am Schlossplatz. Zu den ungelösten Problemen gehöre zudem seit Anbeginn die Endlagerung des Atommülls — das Wort „Asse“ (für das Atomendlager in Niedersachsen) stehe längst als Menetekel für das gesamte Atomproblem.

Der Liedermacher Frank Wairer stimmte die Demonstranten — aus der SPD, den Grünen, der Linken, der ÖDP, dem Bund Naturschutz und den Solarvereinen — mit einem aktuellen „Japan-Song“ ein. 

Peter Millian Lokalredaktion

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