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Made in Erlangen: Adventskalender online basteln

Studenten entwickeln die kostenlose Anwendung MyAdvent und weitere Android-Apps - 28.11.2015 10:00 Uhr

Noch sind alle Türchen zu: Philipp Eichhorn zeigt den Adventskalender MyAdvent auf seinem Tablet. © Foto: Harald Sippel


Zwölf Monate, zwölf Apps. Das hat sich die Studentengruppe FauDroids der Uni Erlangen vorgenommen. „Wir wollten alle vier Wochen eine neue Android-App entwickeln“, sagt Mitglied Philipp Eichhorn. Im vergangenen Monat allerdings ist der Plan ins Stocken geraten – zu gut war die letzte Idee: Eine Adventskalender-App.

Bei „MyAdvent“ kann man 24 Türchen selbst mit Nachrichten, Bildern oder aufgenommenen Sprachnachrichten befüllen. Ob als Android-App oder im Web funktioniert das kostenlos und ohne Anmeldung. Sind alle Felder ausgefüllt, erhält man einen speziellen Link für seinen ganz persönliche Version, ähnlich dem Online-Terminplaner Doodle. Diesen leitet man dann an die Person weiter, für die man den Adventskalender zusammengestellt hat.

„Der Nutzer kann den Stil verändern, Farbe und Hintergrund anpassen“, sagt Eichhorn. Ist der Kalender verschickt, öffnen sich die Türchen erst am entsprechenden Datum. Schummeln — wie bei analogen Schoko-Adventskalendern ist ausgeschlossen. Mit der Online-Version kann man stattdessen sogar mehr als einen Menschen glücklich machen. „Man kann den Link auch an mehrere Freunde schicken“, sagt der 24-Jährige.

Als kleine Spielerei haben sich die FauDroids ein Maskottchen für MyAdvent ausgedacht: ein niedliches Rentier. Das hüpft auf der Internetseite herum und hilft einem beim Befüllen der Türchen. „Das Rentier haben wir selbst gemalt“, sagt Eichhorn. Dabei darf man sich natürlich nicht ein paar Jungs am Zeichenblock vorstellen. Die FauDroids, die meisten studieren Informatik, machen alles am Computer — und am liebsten mit dem Betriebssystem Android. Daher kommt auch der Name.

„Wir wollten neben unserem Studium etwas Praktisches machen“, sagt Eichhorn. Also hat die Gruppe angefangen, Apps zu entwickeln. Weil ihnen ein großes Projekt zu langwierig war, überlegten sie sich die Aufgabe, jeden Monat etwas Neues zu machen. „Einen Prototyp schafft man in vier Wochen.“ Verbessern könne man anschließend immer etwas. „Wir fangen auch nicht bei Null an“, sagt der Informatik-Student. Online gibt es eine große Gemeinschaft, die ihr Wissen miteinander teilt.

Memory, Tetris und einen Sitzplan für die Uni-Mensa

„Am Anfang waren wir froh, wenn die Apps funktioniert haben“, sagt Eichhorn. „Jetzt reicht es uns schon, wenn wir das Jahr überleben.“ So viele Ideen zu entwickeln, nimmt doch sehr viel Zeit in Anspruch. Trotzdem wollen die Erlanger das Projekt durchziehen. „Auch wenn wir jetzt mehr mit der Weiterentwicklung von MyAdvent beschäftigt sind.“

Zuvor haben die FauDroidsApps wie „Flippy Pairs“, ein Memory, das man auf mehreren Smartphones gemeinsam spielen kann, oder „Team Blocks“, ein Tetris-Spiel, entworfen. Mit „SigLocate“ kann man in der Erlanger Uni-Mensa Süd seinen Sitzplatz angeben und an Freunde schicken. Gleiches gibt’s für das Oktoberfest („Wiesn FindMe“). Verlorengehen ist damit unmöglich. Ähnliches wäre auch für die Bergkirchweih denkbar. „Vielleicht nächstes Jahr“, sagt Eichhorn. Jetzt wollen sie aber erst einmal möglichst viele schöne Adventskalender verschicken.

Den Adventskalender finden Sie unter www.myadvent.net

Alle weiteren Apps unter https://play.google.com/store/search?q=FauDroids 

KATHARINA TONTSCH

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