Donnerstag, 15.11.2018

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Nach Aus: Das plant Kulmbacher mit der Marke Kitzmann

Viele Sorten sollen erhalten bleiben - Auch Versorgung bei Festen geplant - 05.10.2018 07:02 Uhr

Die Kulmbacher haben die Kitzmann-Kästen abgeholt. Was jetzt passiert, erklärt die Brauerei den Erlanger Nachrichten. © Ulrich Schuster


Laster der Kulmbacher Brauerei AG wurden in den vergangenen Tagen bereits auf dem ehemaligen Kitzmann-Firmengelände im Herzogenauracher Stadtteil Niederndorf gesichtet. "Wir haben am Wochenende die Lagerbestände in eines unserer Lager übernommen, um seit Montagmorgen die Belieferung der Kundschaft in Gastronomie und Handel sicherzustellen", erklärt Natalia Balacka, Pressereferentin der Kulmbacher Brauerei AG auf Nachfrage der Erlanger Nachrichten und ergänzt: "Wir setzen alles daran, eine reibungslose Versorgung der Kundschaft in Gastronomie und Handel sicherzustellen." Auch die Außendienstmitarbeiter hätten bereits am Wochenende Gespräche mit betroffenen Gastronomen geführt, um den Übergang sicherzustellen.


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Der oberfränkische Konzern habe die Markenrechte übernommen, um die Marktposition im Großraum Erlangen weiter auszubauen. Dies soll laut Balacka nun auch mit bekannten Kitzmann-Sorten, die künftig in Kulmbach gebraut werden, geschehen: "Wir werden das Schlüssel-Sortiment der Marke Kitzmann wie beispielsweise das Edelpils, das Helle Lager, das Bergkirchweihbier, das Kellerbier und Kitzmann-Weißbier in Zukunft in einer unserer Brauereien herstellen und die reibungslose Versorgung der Kundschaft in Gastronomie und Handel sicherstellen."

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Und dann bleibt natürlich die große Frage nach der Bergkirchweih, bei der die Kitzmann Brauerei zusammen mit der Steinbach Bräu in den vergangenen Jahren das einzig echte Erlanger Bier anbot. Die Antwort auf die Frage, ob es weiterhin Kitzmann-Bergbier und Keller unter Kitzmann-Flagge geben wird, beantwortet die Kulmbacher Brauerei AG eher ausweichend: "Wir werden alles daran setzen, dass Kitzmann auch in Zukunft bei den großen Traditionsfesten, zu denen auch die Bergkirchweih gehört, vertreten ist."

Eine relativ klare Antwort gibt es hingegen darauf, ob sich der neue Marken-Besitzer aus Kulmbach auch für die 35 Kitzmann-Mitarbeiter, die von heute auf morgen ihren Job verloren haben, verantwortlich fühlt. Etwa durch Angebote für Jobs in Kulmbach?: "Wir haben die Brauerei Kitzmann in Erlangen nicht übernommen, sondern nur die Markenrechte erworben." 

Stefan Mößler-Rademacher Redaktion Erlanger Nachrichten, Leiter der Kulturredaktion E-Mail

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