Donnerstag, 15.11.2018

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Neue Fassade für die „Galeria Kaufhof“

Entwurf des Architekten Matthias Loebermann soll für „Dreidimensionalität“ in der Nürnberger Straße sorgen - 18.05.2012 17:03 Uhr

Architekt Matthias Loebermann (4.v.l) stellt im Eingangsbereich der „Galerie Kaufhof“ die neue Fassade aus. Auch Wirtschaftsreferent Konrad Beugel (2.v.r) und Filialgeschäftsführer Werner Schmidt freuen sich. © Bernd Böhner


Im Eingangsbereich der „Galeria Kaufhof“ ist das Modell der neuen Fassade zu sehen. Am kommenden Montag, 21. Mai, beginnen die Umbauten für die neue Fassade, die hell und licht in einem modernen Karo-Muster steht.

Eigentlich hätte es eine andere Fassade des von Matthias Loebermanns Vater erbauten Kaufhaus geben soll — gelochte Bleche mit aufgedruckter Baum- oder Blattstruktur. Doch dem Kunstbeirat passte der Entwurf nicht, die 3-D-Fassade fand dagegen Zustimmung (die EN berichteten).

Als auch der Metro-Verstand, zu dem die „Galeria Kaufhof“-Häuser gehören, grünes Licht für den zweiten Entwurf gab, stand einem Austausch der Fassade nichts im Weg. Über die Kosten für den Umbau kann Werner Schmidt, Geschäftsführer der „Galeria Kaufhof“ in Erlangen nichts sagen. „Das ist Betriebsgeheimnis“.

Nach 47 Jahren sei die „Eiermann-Fassade“ marode geworden und musste getauscht werden, sagt Schmidt. Zurzeit ist die bestehende Kaufhof-Fassade mit Netzen vor eventuellen Abbröckelungen geschützt.

Etwa im November soll die neue Fassade fertig sein. Architekt Loebermann: „Die neue Fassade, die sich vom Grundmuster an die ehemalige Eiermann-Fassade anlehnt, beruht im Wesentlichen auf zwei Ideen“. Einmal soll durch die Konstruktion räumliche Tiefe entstehen und zum anderen wird eine Art dreidimensionale Gewebestruktur durch die Winkelprofile gebildet. „Bei Sonne entwickelt sich durch Schatten zusätzlich die Dreidimensionalität“.

Um die Heiz- und Kühlkosten zu verringern, werden die Außenwände hinter der neuen Vorhangfassade wärmegedämmt Zum Schutz vor Tauben wird über die neue Fassade ein ganz feines Netz gespannt, das die Sicht jedoch nicht beeinträchtigt.

Für Filialgeschäftsführer Werner Schmidt ist die neue Fassade auch „eine Investition in die Erlanger Innenstadt“. Denn die Nürnberger Straße sei die Einkaufsstraße in der Hugenottenstadt. Allerdings werde das Erscheinungsbild der Straße zurzeit durch die Baulücke der alten „Grande Galerie“ gestört.

Das Geschäftshaus in der Nürnberger Straße war im Jahr 1965 unter dem Namen „Merkur“ eröffnet, aber bald schon als „Horten“-Filiale geführt worden. 2003 wurde das Haus schließlich in „Galeria Kaufhof“ umgewandelt.

Der Umbau der „Galeria Kaufhof“ vor rund eineinhalb Jahren habe sich bewährt, sagt Schmidt. Die Investition in die neue Fassade beweise, wie wichtig Erlangen sei. 

EGBERT REINHOLD

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