Dienstag, 20.11.2018

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Schloss in Marloffstein: Ein Wahrzeichen steht leer

Bürger und Gemeinde ratlos - Schild weckt falsche Hoffnungen - 02.03.2017 19:49 Uhr

Das Restaurant hat seine Pforten schon lange geschlossen. © Klaus-Dieter Schreiter


Wie vom Marloffsteiner Bürgermeister Eduard Walz zu erfahren war, ist das Schloss vor etwa zwei Jahren von der Eigentümergemeinschaft verkauft worden, nachdem eine Miteigentümerin gestorben war. Erworben hatte es dann ein Bürger aus dem Ort. Das Gerücht, es solle als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet werden, bewahrheitete sich dann jedoch nicht.

Vielmehr wurde das markante Gebäude, das zwischen 1691 und 1695 über einer Burg aus dem 11. Jahrhundert erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, weiter verkauft. Nun aber steht das Schloss bereits seit geraumer Zeit leer.

Jedoch prangt noch immer das Werbeschild für die ehemalige Gaststätte am Straßenrand und suggeriert, dass man dort einkehren und griechische Spezialitäten schlemmen könne. Das aber ist nicht mehr der Fall. Darum hat ein besorgter Marloffsteiner in der Fragestunde während der Gemeinderatssitzung angeregt, das Schild zu entfernen oder es zumindest durchzustreichen. "Wenn Ortsfremde kommen und da essen wollen, stehen sie vor verschlossenen Türen und sind sauer auf Marloffstein", meint er.

So ganz einfach sei es für die Gemeinde jedoch nicht, den Vorschlag des Bürgers umzusetzen, meint Bürgermeister Eduard Walz. Der Grund dafür ist einfach: Das Schild ist Privateigentum und steht offenbar auch auf Privatgelände. "Da darf die Gemeinde nicht ran", erläuterte der Bürgermeister.

Er sieht jedoch ein, dass das Schild eigentlich weg müsste und will sich nun bei der Verwaltung erkundigen, wie man hier vorgehen kann. Zudem hofft Walz darauf, dass in das Schloss bald wieder Leben einkehrt. Er habe allerdings keine Informationen darüber, was der neue Eigentümer, der ihm derzeit noch nicht bekannt ist, damit vorhat, sagte er den Erlanger Nachrichten auf Nachfrage.

Im Gespräch ist bekanntlich schon einmal gewesen, es zu einem Hotel umzubauen. Aber daraus ist bislang auch nichts geworden. 

Klaus-Dieter Schreiter

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