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Seehofer greift ein: "TechFak" wird zur Chefsache

Tauziehen zwischen Erlangen und Nürnberg blieb bislang ergebnislos - 18.04.2017 16:09 Uhr

Lass das mal den Papa machen: Ministerpräsident Horst Seehofer kümmert sich nun höchstpersönlich um die "TechFak".

Lass das mal den Papa machen: Ministerpräsident Horst Seehofer kümmert sich nun höchstpersönlich um die "TechFak". © dpa


Damit schaltet sich der Regierungschef direkt in die Standortsuche ein, die von seinen Ministern Ludwig Spaenle (Wissenschaft), Markus Söder (Finanzen) und Joachim Herrmann (Innen und Bau) bisher ergebnislos geführt wurde. Herrmann gab die überraschende Wende in Erlangen bekannt: "Ministerpräsident Seehofer hat sich des Themas selbst angenommen", sagte Ressortchef Herrmann bei einer Veranstaltung.

"Da es mit dem AEG-Gelände in Nürnberg nicht geklappt hat, will sich Seehofer persönlich mit der Angelegenheit befassen", erläuterte Herrmann auf Nachfrage der Nürnberger Nachrichten. Seehofer lasse sich von den zuständigen Ressortchefs über den genauen Stand der Dinge informieren, so Herrmann weiter. Alle ins Spiel gebrachten Areale würden auf ihre Nutz- und Verfügbarkeit überprüft.

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Jetzt, da der Ministerpräsident die Sache selbst in die Hand nimmt, bekommt der Teilumzug der "TechFak" der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) eine neue Dimension. Seehofers Eingreifen ist zum einen eine Reaktion auf die bislang nicht zielführenden, mehr als zweijährigen Verhandlungen seiner drei Minister.

Zudem stellt sich der Ministerpräsident damit einmal mehr gegen Finanzminister Markus Söder, der sich stets vehement für einen Teilumzug nach Nürnberg ausgesprochen und schon frühzeitig den Kauf des AEG-Geländes als sicher präsentiert hatte.

Doch mit dessen Scheitern begann die Suche nach einem geeigneten Areal Anfang 2017 erneut. Dabei nannte zunächst der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) diverse Gebiete in seiner Stadt als mögliche Quartiere. Sein Nürnberger SPD-Kollege Ulrich Maly zog nach und bot das Brunecker Gelände für einen Uni-Ableger zum Verkauf an. Auch nicht korrekte Zahlen zu den Standorten hatten für Irritationen gesorgt.

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Sharon Chaffin E-Mail

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