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Freitag, 14.12.2018

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Süchtig nach fliegenden Hölzern

Das finnische Spiel „Mölkky“ ist auch hierzulande beliebt – Hochburg in Franken - 19.06.2011

Gut Holz: Auf dem Gelände des FSV Bruck in Erlangen messen sich an diesem Wochenende Mölkky-Fans. © kds


An diesem Wochenende finden die offenen Deutschen Meisterschaften für das Spiel mit den fliegenden Hölzern auf dem Gelände des FSV Erlangen Bruck (Äußere Tennenloher Straße) statt, und dafür haben sich immerhin 28 Teams angemeldet. Die kommen überwiegend aus Franken, denn hier ist die Mölkky-Hochburg Deutschlands, weil einst ein Erlanger Siemens-Mitarbeiter mit seiner finnischen Frau das Spiel eingeführt hatte. Aber auch Teams aus Tschechien und natürlich aus dem Mölkky-Mutterland Finnland sind mit dabei.

Beim FSV Bruck spielen sie die Meisterschaft aus, weil es dort noch einen Sandplatz gibt, der zwingend notwendig ist. Denn auf Rasen, sagt Michael Enzi, würden die Wurfhölzer stecken bleiben oder zu sehr rutschen. Mit diesen handlichen Hölzern müssen die Mitglieder einer vierköpfigen Mannschaft aus etwa drei Metern auf zwölf Spielhölzer werfen, die gut sichtbar mit den Zahlen eins bis zwölf gekennzeichnet sind. Dabei muss eine Mannschaft genau fünfzig Punkte erreichen.

Am Anfang werden die zwölf Spielhölzer in einem Dreieck ähnlich wie die Kugeln beim Billard aufgestellt. Die mit dem Wurfholz umgeworfen zählen entsprechend ihrem aufgedruckten Wert. Kommt eine Mannschaft über 50 Punkte hinaus wird sie auf 25 Punkte zurückgestuft. Nach dem Wurf eines Spielers werden die umgefallenen Hölzer an der Stelle wieder aufgestellt, an der sie zum Liegen gekommen sind.

Beliebtes Outdoor-Spiel

Mölkky sei mittlerweile eines der meistverkauften Outdoorspiele der Welt, sagt Mari Koskelka, Vorsitzender der Deutsch-Finnischen Gesellschaft in Bayern. Die hat die Deutschen Meisterschaften zusammen mit dem Nürnberger Club „Nürnbergerin Pölkky Veikot“ auch ausgerichtet, von dem Enzi der Vorsitzende ist. Normalerweise spielen die rund 70 Aktiven des Nürnberger Mölkky-Clubs in Ziegelstein. Auf den FSV Bruck gekommen ist Enzi, weil er dort mehrere Jahre lang Fußball gespielt hat und die Verhältnisse auf dem B-Platz einfach ideal seien. „Mölkky ist der perfekte Sport um Spaß, Geschick und Spannung zu verbinden.“

  

kds

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