Dienstag, 13.11.2018

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Windmühlen im starken Wind des Wandels

Mahnwache ein Jahr nach Fukushima: Bürger treffen sich auf dem Hugenottenplatz zu einem Schweigekreis - 12.03.2012

Dekan Josef Dobeneck (am Mikro) will im „Wind des Wandels“ lieber Windmühlen als Mauern. © Millian


Dobeneck zitierte eine fernöstliche Weisheit, um die heutigen gesellschaftlichen Alternativen zur Kernenergie aufzuzeigen: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen eine Mauer, die anderen aber Windmühlen.“ Nach der Katastrophe von Fukushima wehe ein starker Wind des Wandels, auch wenn in Japan selbst nach wie vor auf Verschleiern und Verharmlosen statt auf Aufklärung und Offenheit gesetzt werde. In Deutschland sei mit dem Ausstiegsbeschluss der richtige Weg gegangen worden. Nun trügen alle Verantwortung für den Klimaschutz – auch die Kirchen.

Mit der Abschaltung der Kernkraftwerke sei eben kein Abschalten der Hirne verbunden gewesen, wie gerne polemisiert werde. Die Energiewende verlange vielmehr gerade eingeschaltete Gehirne – vor allem auch die jener Menschen, die bisher ihr technisches Wissen für die Kernkraft eingesetzt hätten. Dobeneck: „Wir brauchen diese Spezialisten. Arbeitslosigkeit bei Areva muss also nicht sein.“

Andreas Richter, Sprecher der Initiative „Atomausstieg jetzt!“, kritisierte die Stadtratsmehrheit aus CSU/FDP und Freien Wählern, die die vom Umweltreferat vorgeschlagene konkrete Zielsetzungen zur Energiewende ablehnten. Für die jungen

Teilnehmer an der Mahnwache hatte Studentin Jolanda Gräßl die Atomkraft als „offenkundig nicht beherrschbare Technologie“ bezeichnet. Sie und einige Kommilitoninnen verteilten gefaltete Kraniche – in Japan Sinnbild des Glücks und seit Fukushima auch der Abkehr von der Atomkraft.

  

Peter Millian

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