Freitag, 18.01.2019

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Zwei Erlanger kämpfen ums DM-Podium

Deutsche Meisterschaften im Schwimmen: Nils Wich Glasen und Nadine Laemmler mit guten Chancen - 10.05.2012 08:00 Uhr

Nils Wich-Glasen hat in Berlin die Chance auf die EM-Qualifikation genutzt. © Bernd Böhner


Nils Wich-Glasen fühlt sich gut. Beim SSG-Schwimmer ist kaum Aufregung vor den Deutschen Meisterschaften spürbar, für die heute zum 124. Mal der Startschuss in Berlin fällt – der Höhepunkt der Saison, die Veranstaltung des Schwimmerjahres.

Entspannt sitzt er im Foyer der Hannah-Stockbauer-Halle und resümiert über die vergangenen Trainingswochen. „Die letzten Wettkämpfe und auch das Trainingslager haben gezeigt, dass ich ganz gut in Form bin“, sagt der Sportler und gibt sich bescheiden: Das sei keine Garantie für einen Erfolg. Doch die Chancen, bei den „Deutschen“ vorne mitzuschwimmen, sind in jedem Fall relativ hoch. Der Brustschwimmer könnte sich über 200m Brust für das offene A-Finale qualifizieren, wenn er in den Vorläufen einer der zehn Zeitschnellsten ist. Wenn das klappen würde, wäre er sehr zufrieden, so Wich-Glasen. Auch über die 50 und 100m Brust kann er es schaffen, unter die ersten drei seines Jahrgangs zu schwimmen.

Ticket zur EM?

Noch dazu kommt, dass der Schwimmer dieses Jahr zum zweiten Mal um ein Ticket für die Jugend- Europameisterschaften (JEM) kämpft. Hier werden die Jahrgänge 1995 und 1994 zusammen gewertet, die zehn Schnellsten treten wiederum im C-Finale gegeneinander an. Wer die Zeitnorm erfüllt und Platz eins oder zwei ergattert, darf im Juli an der Jugend-EM in Antwerpen teilnehmen, was ein dreiwöchiges Trainingslager in Heidelberg und einen Wettkampf in Paris als Vorbereitung mit sich bringen würde. „Das ist ein großes Ziel für mich und wäre die Belohnung schlechthin für das ganze harte Training“, bemerkt Nils Wich-Glasen. Über die 200m Brust bestehe eine gewisse Chance. Aber man dürfe die starke Konkurrenz nicht vergessen, selbstverständlich wolle jeder so ein Ziel erreichen: „Mit guten Bestzeiten wäre ich auch zufrieden.“

Diesen Maßstab setzt Trainer Roland Böller auch bei allen anderen teilnehmenden Schwimmern an. In einer solchen Atmosphäre seine Rennen zu absolvieren, sollte die jungen Talente zu Höchstleistungen anspornen. Denn die SSGler werden im Europa-Sportpark am Prenzlauer Berg umgeben sein von Topathleten, die bei diesem Wettkampf zum ersten Mal die Chance haben, sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Alle deutschen Schwimmer mit Rang und Namen werden auflaufen, schon im Vorfeld wurde die Teilnahme der kompletten Nationalmannschaft auf der Homepage der DM angekündigt. Die Begeisterung und der Kampfgeist im Hinblick auf Olympia sollen auch die Erlanger Schwimmer anstecken. „Ich erwarte Bestleistungen, durch die Bank“, stellt Coach Böller klar. Den Schwimmern wäre das natürlich auch am liebsten.

Eine der besten SSG-Schwimmerinnen und Erfolgsgarantin Nadja Müller kann dieses Jahr nicht an dem saisonalen Höhepunkt teilnehmen. Ihre letztjährige Vizemeisterschaft über 1500m Freistil muss unverteidigt bleiben. Das Abitur hat für die Schülerin eindeutig Vorrang, schon am Trainingslager nahm sie deshalb nicht teil. Und hinterherschwimmen wolle sie dann auch nicht, sagt Müller. Ebenso mitten im Abitur steckt Nadine Laemmler, die aber trotzdem den Kampf um die Deutsche Spitze angeht. Da sie im Gegensatz zu Müller keine Langstreckenschwimmerin ist, war es für sie leichter, das Training in der Lernphase zu reduzieren. In ihrem Jahrgang will sie auf jeden Fall auf dem Treppchen stehen, die Teilnahme an einem A-Finale wäre ebenfalls ein großes Ziel.

Die A-Endläufe laufen am Samstag ab 18 Uhr und am Sonntag ab 15.15 Uhr in der ARD 

Elena Walter

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