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80 Demonstranten gegen Rechts in Forchheim

"Der Dritte Weg" verteilte Flyer — Die Veranstaltungen blieben laut Polizei friedlich - 15.04.2017 14:48 Uhr

Mit fröhlichen Aktionen und klaren Bekenntnissen gegen Rechts und Rassismus demonstrierten 80 Menschen auf Seiten von "Bunt statt braun" auf dem Marktplatz.

Mit fröhlichen Aktionen und klaren Bekenntnissen gegen Rechts und Rassismus demonstrierten 80 Menschen auf Seiten von "Bunt statt braun" auf dem Marktplatz. © Michael Müller


Wie Einsatzleiter Robert Schaffranietz den NN auf Nachfragen mitteilte, verliefen beide Veranstaltungen aus polizeilicher Sicht weitgehend friedlich. Zwei Vorfälle würden zur Anzeige gerbacht. So hat laut Schaffranietz einer der Rechtsextremen eine Frau beleidigt, weil sie einen Flyer der Rechten zerrissen hat. Außerdem hat einer der Rechtsextremen Stahlkappenstiefel getragen, was verboten ist und ebenfalls zu einer Anzeige führt.

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"Bunt statt braun": Forchheim protestiert gegen Rechte

Ein Stand der rechtsextremen Partei "Der dritte Weg" sorgte am Samstagvormittag für Aufregung in Forchheim. Knapp 80 Menschen protestierten in der Innenstadt - fast ausnahmslos friedlich. Laut Polizei kam es zu keinen größeren Zwischenfällen.


Auf dem Paradeplatz hatten sich nahe dem Stand von "Der Dritte Weg" auch 20 bis 30 Menschen aus dem bürgerlichen Lager eingefunden und kontrovers mit den Rechtten diskutiert. Zu Vorfällen, um die sich die Polizei hätte kümmern müssen, kam es dabei jedoch nicht.

Stadt kann Stände nicht verbieten

Schon im Vorfeld des Informationsstandes der rechtsextremen Partei hatte die Polizei sich mit dem Ordnungsamt der Stadt ausgetauscht, weil bekannt war, dass die Rechten auch ihre Flyer in den Straßen der Stadt verteilen. Dagegen habe es rechtlich keine Handhabe gegeben, erklärte Schaffranietz auf Nachfrage.

Die Forchheimer Polizei ist mit dem Verlauf der Veranstaltungen "zufrieden", weil es nicht zu Ausschreitungen kam. Da habe die räumliche Trennung gefruchtet, erklärte Schaffraniertz. Und geholfen habe auch die Unterstützung durch die Operativen Ergänzungsdienste (OED) aus Bamberg. 

dik

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