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Dienstag, 19.03.2019

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Buchhändlerin vertreibt "Mein Kampf": Staatsschutz ermittelt

Vorwurf der Volksverhetzung - Hausdurchsuchung am Mittwochnachmittag - 27.05.2016 09:14 Uhr

Wegen des Verdachts der Straftatbestände "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" und "Volksverhetzung" ist am Mittwoch das Anwesen einer Buchhändlerin durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft Bamberg und das Fachkommissariat für Staatsschutz der Kriminalpolizei Bamberg ermitteln.

Wie der Staatsanwaltschaft Bamberg vor kurzem bekannt wurde, bewarb die Online-Buchhändlerin über das Internet die Originalfassung von Adolf Hitlers Propaganda-Schrift "Mein Kampf". Die Staatsanwaltschaft beantragte umgehend einen Durchsuchungsbeschluss für das Wohnanwesen der Frau im Landkreis Forchheim. Bei der Durchsuchung in den Nachmittagsstunden stellten die Beamten des Fachkommissariats unter anderem Bestelllisten und Hardware sicher.

Die Strafverfolgungsbehörden in Sachsen, wo sich der Sitz des herausgebenden Verlags befindet, wurden über die Ermittlungsergebnisse in Kenntnis gesetzt. Sie durchsuchten nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken die Räume des Verlages. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Bamberg und der Kriminalpolizei dauern an, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Die Urheberrechte des Hetzbuches liefen Ende 2015, 70 Jahre nach dem Tod Adolf Hitler, aus. Im Januar des Folgejahres erschien deshalb eine kommentierte Ausgabe des Buches, die bei den meisten Buchhändlern polarisierte. 

nn

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