Mittwoch, 21.11.2018

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Enduro-Asse brausen rund um Streitberg

MSC Fränkische Schweiz richtet Deutsche Meisterschaft aus - 04.10.2018 10:20 Uhr

Foto: Roland Huber


Durch drei Landkreise führt eine 65 Kilometer lange Strecke. Davon müssen die maximal 360 Teilnehmer aus zwölf Fahrklassen 57 Kilometer im reinen Gelände überwinden, die restliche Distanz auf Zubringerwegen. Aber damit nicht genug: Drei Runden müssen absolviert werden. "Man hat am Schluss knappe 200 Kilometer in den Knochen", spielt Dietmar Brütting, Leiter der Streckensicherung, auf die körperliche Belastung für die Fahrer an.

Zuschauerträchtige Passagen

Beinahe senkrecht geht es mitunter bewaldete Hänge hinauf, die Route müssen Akteure in einem bestimmten abgegrenzten Bereich selbst suchen. "Die Fahrer verfluchen diesen Teil ab und zu", berichtet Brütting. Zusätzlich gilt es an drei Stationen insgesamt zehn Sonderprüfungen zu bestehen. Schon bald nach dem Start am Streitberger Bürgerhaus wartet oberhalb des Schautertals die erste besondere Herausforderung, bei der auf die hundertstel Sekunde genau gemessen wird und Zuschauer einen guten Blick auf das Geschehen erhalten. Nach der Auffahrt bei Seelig Richtung Gösseldorf zur zweiten Stelle sind spektakuläre Sprünge garantiert.

Bilderstrecke zum Thema

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Die Zeit wird auch auf dem Rest des Kurses zur entscheidenden Komponente. Jede Passage wie der Märchenwald bei Oberfellendorf, die legendäre Rampe bei Draisendorf hinter der Nützelmühle samt Steil-Abfahrt ins Aufseßtal Richtung Siegritz, der Abschnitt an der Bauschuttdeponie zwischen Wüstenstein und Gößmannsberg oder nach anspruchsvollen steinernen Abbruchkanten die Piste am Veilbronner Berg hinauf nach Störnhof muss innerhalb eines bestimmten Zeitfensters pro Starter durchfahren sein. Für Überschreitungen an den Kontrollpunkten gibt es Strafminuten. Rasen ist allerdings verboten. Wer zu früh kommt, wird ebenfalls bestraft.

Die Passage „Märchenwald“ bei Oberfellendorf wird für die Fahrer anstrengend, verspricht MSC-Funktionär Dietmar Brütting. © Julian Hörndlein


Sechseinhalb Stunden dröhnen die Motoren, die die Maschinen mit 45 bis 65 PS in 3,5 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Schweißtreibende Anstrengungen haben die Organisatoren, die am Renntag auf 250 freiwillige Helfer aus dem Verein plus ehrenamtliche Rettungskräfte angewiesen sind, dann bereits hinter sich. Auf der weitläufigen Strecke werden in der Vorbereitung 25 Kilometer Absperrband verhängt und 1200 Richtungspfeile angebracht.

Zeitplan am Sonntag

Start: Bürgerhaus Streitberg ab 8 Uhr, Rennende circa 17 Uhr. 

Julian Hörndlein

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