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Gebhardt führt Verein

Förderverein Bad Streitberg: 2013 als Rekordjahr - 21.01.2014 15:46 Uhr

Mit Gebhardt ist wieder ein Streitberger an der Spitze des Fördervereins, der sich seit 2006 den Erhalt des Schwimmbades unterhalb der Ruine Neideck zum Ziel gesetzt hat. Bei den Neuwahlen wurde außerdem Christine Förtschlanger zur Kassiererin gewählt. Sie löst Wolfgang Windisch ab, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgab. Stellvertreterin bleibt Doris Kraus. Neuer Schriftführer ist Georg Körfgen; zu Rechnungsprüfern wurden Norbert Jungkunz und Werner Kraus gewählt, Beisitzer sind Christiane Knauer, Anne Windisch, Gerhard Kraus, Rainer Schnabl und Philipp Schumann.

In seinem letzten Jahresbericht ging Georg Körfgen auf die erneut erfolgreiche Kabinenaktion des Vereins ein. Zusammen mit der Gemeinde wurden zehn der maroden Holzkabinen im denkmalgeschützten Bad ersetzt. Privatpersonen können sich gegen eine Spende von 350 Euro diese Kabinen für zwei Jahre sichern, jeweils für eine Badesaison. Wie bereits bei der ersten Kabinenaktion 2011 stellte der Verein der Gemeinde als Betreiberin des Bades 10000 Euro für den Neubau zur Verfügung.

Erfolg mit T-Shirts

Ein Erfolg waren auch die neuen T-Shirts mit dem Logo des Vereins, die erstmals 2013 zugunsten der Vereinskasse verkauft wurden und weiterhin zu haben sind (Badkasse). Eine Benefiz-Lesung mit dem Erlanger Krimiautor Tommie Goerz kam 2013 ebenso gut an wie das zweijährliche Badfest im August.

Erstmals hatte die Gemeinde dem Verein die Besucherzahlen des Bades zur Verfügung gestellt. Daraus ergab sich eine kleine Sensation: 2013 hatte das Bad mit 13460 Besuchern den besten Zuspruch seit dem „Jahrhundertsommer“ (14323). Dabei war nur im Juli durchgehendes Badewetter. Körfgen führte die seit Jahren stabilen Besucherzahlen auch auf die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zurück. „Wenn in den letzten Jahren überregional von der Gemeinde Wiesenttal die Rede war, dann meist im Zusammenhang mit dem Bad“, so der Noch-Vorsitzende.

Desinteresse beklagt

In seiner Rede kritisierte Körfgen, dass nicht alle in der Gemeinde Wiesenttal die Bedeutung des Streitberger Bades für den Fremdenverkehrsort erkennen: „Ich wünsche mir, dass man sich mehr für das eigene Bad interessiert.“ Deutliche Kritik wurde auch an der Überlastung des Bademeisters an besucherstarken Tagen geäußert. Die dringende Reparatur des Stegs zur Wiesent wurde in der Versammlung angemahnt.

In seinem Grußwort sagte Bürgermeister Helmut Taut, dass „eine Schließung des Bades nicht mehr zur Debatte steht“. Die Stimmung im Gemeinderat sei mehrheitlich pro Freibad. Den scheidenden Vorsitzenden Georg Körfgen bezeichnete Taut als „Unruheherd im positiven Sinn“. Er wünschte, dass der Nachfolger ähnlich dynamisch den Förderverein voranbringe. Auch 2. Bürgermeister Konrad Rosenzweig – wie Taut und Gebhardt einer der aktuellen Wiesenttaler Bürgermeisterkandidaten – äußerte sich am Rande der Versammlung zugunsten des Erhalts des Freibades in Streitberg.

Joachim Gebhardt kündigte an, die Kabinenaktion mit dem Neubau der Holzumkleiden weiterzuführen. Angesichts solider Finanzen des Vereins sei dies möglich. Mit Hotels und Gastronomen sollte über eine Verpachtung der Kabinen für Gäste gesprochen werden. 

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