Dienstag, 20.11.2018

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Hotelschiff rammte Hausener Schleuse

Schwerer Unfall mit sieben Verletzten - Eine Million Euro Schaden - 19.09.2010 10:38 Uhr

Sieben Verletzte wurden nach dem Zusammenstoß mit der Schleuse vom Schiff ins Krankenhaus gebracht und dort versorgt. © Roland Huber


161 Passagiere und eine 41-köpfige Crew waren an Bord, als das große Schiff am Samstag um 23.30 Uhr auf einer Flusskreuzfahrt von Amsterdam nach Budapest die Schleuse in Hausen erreichte. Aus noch ungeklärter Ursache stieß das Schiff in der Schleusenkammer mit dem Bug gegen das Schleusenoberhaupt und verklemmte sich dort. Die Mitarbeiter der Schleusenzentrale bemerkten den Unfall sofort und stoppten den Vorgang.

Ins Wasser gestürzt

Durch den heftigen Anstoß verletzten sich in den Passagierräumen einige der meist älteren Gäste leicht. Ein 67-Jähriger stürzte bei der Havarie sogar vom Oberdeck ins Wasser und zog sich Rippenbrüche zu. Er wurde vom Rettungsdienst geborgen und zusammen mit sechs anderen Passagieren ins Krankenhaus gebracht. Mit Ausnahme der sieben Verletzten blieben alle anderen Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Die meisten von ihnen ließen sich durch das Geschehene nicht beeindrucken und zogen sich schnell wieder zum Schlafen in ihre Kabinen zurück.

Sechs der Verletzten konnten am Sonntag aus dem Forchheimer Krankenhaus wieder entlassen werden. Der gestürzte Passagier muss wegen seiner Rippenbrüche noch einige Tage in der Klinik bleiben.

Das Schiff mit dem Heimathafen Valetta in Malta wurde nach dem Unfall aus der Schleusenkammer manövriert. Seine Reise konnte es am Sonntag nicht mehr fortsetzen. Damit es wieder fahrtüchtig wird, müssen im Laufe des Montags noch einige Reparaturen durchgeführt werden, informierte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken. Ersten Informationen zufolge wurde das Schiff im Bugbereich und an den Radareinrichtungen erheblich beschädigt.

Die Schleuse Hausen war für etwa zwei Stunden gesperrt. Im Einsatz waren neben zahlreichen Kräften von Rettungsdienst und  Feuerwehr Hausen Angehörige der Wasserwacht Forchheim. Beamte der Wasserschutzpolizei Bamberg und Nürnberg nahmen unterstützt von Kollegen aus Bamberg und Forchheim vor Ort die Ermittlungen auf. 

nn

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