Montag, 10.12.2018

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«Kleine Reise» mit großer Wirkung

Harald Winters Castellabate-Bilder bei der UNO in Genf finden große Resonanz - 16.01.2010

Harald Winter (Mitte), gerahmt vom italienischen Genralkonsul Alberto Colella und der Londoner Galeristin Yara Tschallener, hört einer der Ansprachen zu. © privat


Ganz unbescheiden nennt Harald Winter seine Schau «Le petit tour» (Kleine Reise) in Anlehnung an Gœthes «Le grand tour» (Große Reise) durch Italien. Der Dichterfürst hatte vor dem Paestum Halt und Kehrt gemacht, weil sich das nicht mehr lohnte. Das kleine Gebiet rund um Castellabate lohnt sich sehr wohl, meint Harald Winter.

Deshalb hat er sich dort vor zwölf Jahren einen Zweitwohnsitz geschaffen und sich das süditalienische Städtchen, seine Bewohner und die Umgebung seither zeichnend und malend erschlossen. Teile dieser von Zuneigung geprägten, anhaltenden Arbeit sind jetzt in der großen Ausstellung in Genf zu sehen.

Organisiert und eingeladen zu der Schau hatte die ständige Vertretung Italiens bei der UNO in Genf. Und die Ausstellung passt der UNO ge-rade ins Konzept, wie deren Genfer Generaldirektor Sergei Ordzhonikidze in seiner Rede bestätigte. Denn die UNO habe 2010 zum Jahr des Kulturaustausches ausgerufen. Winters Bilder zeigten Ge-meinsamkeiten und Unterschiede und würden auf herzerwärmende Art für Verständnis unter Völkern werben.

Der deutsche Botschafter Reinhard Schweppe machte in Winters Zeichnungen eine Ähnlichkeit mit Horst Janssen aus. Auf den zweiten Blick registrierte er, dass Harald Winters Bilder echtes italienisches Leben in die Genfer UNO-Räume bringen.

In ein ähnliches Horn stießen in ihren Ansprachen der italienische Generalkonsul Alberto Colella und Botschafterin Laura Mirachian, die auf sympathische Weise bekannte, dass sie das Städtchen Castellabate noch nicht kenne. Da leistete nicht nur der Bürgermeister von Castellabate, Costabile Maurano, in seiner langen Rede Abhilfe. Fürs Kennenlernen sorgte die Delegation von Winters italienischen Freunden auch mit Wein und Käse aus Castellabate. dik

Die Ausstellung ist im Rahmen von Führungen bei der UNO Genf bis 29. Januar zu sehen. Info unter www.unog.ch 

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