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Mit dem Einrad beim Bundesliga Basketball

Antonia Joschko über einen besonderen Auftritt - 11.04.2017 10:20 Uhr

Der Moment, wenn die Einrad-Mädels ihre Drehungen im Zeitraffer wahrnehmen und das staunende Publikum außenherum verschwimmt. © privat


Einradfahren beim Bundesliga-Basketball – wie ist es denn dazu gekommen?

Antonia Joschko: Das habe ich schon einmal gemacht. Um Weihnachten herum haben die Basketballer angefragt, ob ich nicht noch einmal kommen möchte.

Trifft man auf dem Einrad sitzend denn überhaupt den Basketballkorb?

Antonia Joschko: Darum ging es ja gar nicht. Wir sind in der ersten Viertelpause eine Cheerleader-Kür mit Puscheln gefahren, die wir uns kurzerhand ausgedacht hatten. In der Halbzeit dann durften wir unsere Drei-Minuten-Kür aufführen.

Die dann ohne Puschel?

Antonia Joschko: Ja, die hat ja das Thema "Rio", also den Kinofilm mit den beiden Vögeln. Da braucht man keine Puschel.

Spürt eine Vize-Weltmeisterin in einer vollen Basketball-Arena Nervosität?

Antonia Joschko © Foto: privat


Antonia Joschko: Allerdings. Das waren ja rund 5000 Menschen, das war schon sehr aufregend – wenn auch auf eine ganz andere Art. Aber wir haben uns konzentriert, sind unsere Kür noch einmal im Kopf durchgegangen, damit wir nichts vergessen, und dann haben wir uns einfach aufs Einradfahren konzentriert. Hat auch super geklappt.

Macht es einen Unterschied, dass es kein Turnhallenboden, sondern glattes Basketball-Parkett war?

Antonia Joschko: Ich würde eher sagen: klebrig. Bei den Kreiseln musste man ein wenig aufpassen, irgendwie hat das Rutschen ein wenig gefehlt. Aber es hat wie gesagt alles geklappt und alle waren zufrieden – wir auch.

Haben die Fans gejubelt oder gepfiffen – immerhin wollten sie ja eigentlich Basketball sehen und kein Einradfahren?

Antonia Joschko: Nein, die fanden das auch cool, glaube ich. Bei unserer Kür haben sie alle rhythmisch mitgeklatscht und am Ende auch gejubelt. Das war schon cool, etwas Besonderes.

Und zur Belohnung durfte hinterher das Spiel geguckt werden?

Antonia Joschko: Ja, wir hatten insgesamt elf Karten für unsere Familie und Freunde, wir saßen relativ weit oben in der Halle. Aber Anne und ich bekamen Bändchen, mit denen wir sogar am Spielfeldrand stehen konnten, da haben wir Fotos mit den Spielern gemacht.

Das heißt: Ab jetzt Basketball statt Einradfahren?

Antonia Joschko: Nein, das sicher nicht. Aber ich hatte zuvor ehrlich gesagt nicht besonders viel mit Basketball zu tun. Und jetzt bin ich schon ein bisschen ein Fan geworden. 

CHRISTOPH BENESCH

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