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Was ist die Alternative zur Ostspange der B 470?

OB-Kandidaten fragen Mitbewerber - Klaus Backer und Uwe Kirschstein - 23.02.2016 14:00 Uhr

Gegen den Bau der Ostspange hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Auch Uwe Kirschstein ist dagegen. © Foto: privat


Auch Autofahrer sind Wähler, hat sich Klaus Backer wohl gedacht, als er die Frage an Uwe Kirschstein formuliert hat. Der SPD-Kandidat ist der einzige im Quartett, der sich öffentlich gegen den Bau der Ostspange ausgesprochen hat. Damit liegt er auf einer Linie mit den Forchheimer Grünen, denen das allerdings noch nicht ausgereicht hat, um eine Wahlempfehlung für Uwe Kirschstein herauszugeben.

Klaus Backer fragt also: „Herr Kirschstein, Sie lehnen die Ostspange der B 470 ab, obwohl diese Baumaßnahme gerade für die Forchheimer Bürgerinnen und Bürger eine spürbare Entlastung für Verkehr und Lärm bedeuten könnte. Sollte der Oberbürgermeister der Stadt Forchheim nicht in erster Linie die Interessen seiner Bürgerinnen und Bürger vertreten und durchsetzen?“

Uwe Kirschstein (li.) ist gegen die Ostspange und Klaus Backer gegen verkrustete Strukturen. © Fotos: Ralf Rödel


Uwe Kirschstein antwortet: „Nach den letzten Verkehrszählungen entsteht ein Großteil des Verkehrs in Reuth selbst, beziehungsweise durch Ziel- und Quellverkehr — genau diesen Verkehr kann aber die Ostspange gar nicht ableiten. Ich nehme die Sorgen der Bewohner ernst. Was aber ist die beste Lösung für alle Beteiligten? Das Wichtigste ist für mich: erst diskutieren, dann entscheiden.

Ich suche nach einer nachhaltigen und langfristigen Lösung. Dazu müssen aber die Planungen auf den Prüfstand, denn die ursprünglichen Überlegungen sind inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Gemeinsames Ziel ist es doch, Abgase und Lärm zu verringern. Das könnte sich, meiner Meinung nach, auch mit der sogenannten „kleinen Lösung“ realisieren lassen. Auch dafür gibt es Fördermöglichkeiten. Sinnvoll. Realistisch. Mit Weitblick.“

*So richtig konkret wird Uwe Kirschstein in seiner Antwort nicht. Aber das beruht auf Gegenseitigkeit. Zum Alleinstellungsmerkmal von Klaus Backer gehört, dass er aus der Verwaltung stammt, an deren Spitze er künftig stehen will. Eine Verwaltungsreform gehört zu den Kernthemen des 51-Jährigen im Wahlkampf.

Uwe Kirschstein würde gerne wissen: „Wie wollen Sie die nach eigenen Worten 50 Jahre gewachsenen Strukturen der parteigefügten Verwaltung durchbrechen?“

Gegen den Bau der Ostspange hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Auch Uwe Kirschstein ist dagegen. © Foto: privat


Klaus Backer antwortet: „Sehr geehrter Herr Kirschstein, seit dem Jahr 1961, also seit 55 Jahren, wird die Stadt Forchheim mehr oder weniger von einem CSU-Oberbürgermeister regiert. Zusammen mit den vorhandenen Mehrheiten haben sich in dieser Zeit Verhältnisse entwickelt, die genau auf diese Konstellation zugeschnitten sind. Ich bin der Überzeugung, dass es nun soweit ist, diese eingefahrenen und einseitig ausgerichteten Strukturen zu verändern.

Die Verwaltung selbst muss zum Wohl aller Forchheimer offener gegenüber dem Bürger und den zu behandelnden Sachthemen werden und über den vorhandenen Tellerrand hinausblicken. Es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen. Dazu ist es notwendig, in der Organisation der Verwaltung punktuell Änderungen vorzunehmen.“ 

bma

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