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Anschlag auf Fürther Gewerkschaftsbüro: Waren es Neonazis?

Fenster mit Backstein demoliert - Polizei ermittelt in alle Richtungen - 23.07.2015 18:02 Uhr

Ein Zeichen setzen vor gesplitterten Scheiben: Vor dem GEW-Büro versammelten sich am Donnerstag die Teilnehmer einer Solidaritätskundgebung.

Ein Zeichen setzen vor gesplitterten Scheiben: Vor dem GEW-Büro versammelten sich am Donnerstag die Teilnehmer einer Solidaritätskundgebung. © ja


Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der vorwiegend Lehrerinnen und Lehrer angehören, engagiert sich im Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Bündnissprecherin Ruth Brenner ist gleichzeitig Vorsitzende der GEW in Mittelfranken.

"Der gezielte Angriff reiht sich in eine Vielzahl von Anschlägen gegen aktive Antifaschisten innerhalb der letzten Jahre ein, von denen kein einziger aufgeklärt worden ist", teilt die GEW mit.

Es ist nach 2008 und 2010 das dritte Mal, dass Scheiben des Büros demoliert wurden. Nach dem ersten Anschlag habe es ein Bekennerschreiben auf einer Anti-Antifa-Homepage gegeben.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere Hundert Euro. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Sprecher auf FN-Anfrage. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufummer (09 11) 21 12 33 33 zu melden, als Tatzeit gibt die Polizei 2.30 Uhr an.

Am Donnerstagnachmittag versammelten sich zwei Dutzend Fürther mit Fahnen und Transparenten zu einer Solidaritätskundgebung vor dem Büro in der Luisenstraße.

 

Artikel wurde um 19:37 Uhr aktualisiert. 

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