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Ärger wegen Pegida: Fürther Stadtspitze soll mitprotestieren

Bündnis gegen Rechts hält an Kritik fest — Appell an alle Bürger - 26.04.2018 13:29 Uhr

Eine Kollision von Mai-Demo - hier ein Archivbild - und der Route von Pegida wird nun doch vermieden. © Horst Linke


Es sei nach wie vor unverständlich, dass die Versammlung der Rechtspopulisten "vorverlegt" wurde, heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses. Ordnungsreferat und Polizei hatten den Nürnberger Pegida-Ableger dazu bewegt, eine Demo früher zu starten: um 11 Uhr, also während der traditionellen Maifeier, statt wie ursprünglich angemeldet um 14 Uhr. Dahinter standen Sicherheitsgründe, zu denen sich die Behörden nicht näher äußern wollten. Die zunächst von ihnen mit Pegida vereinbarte Route hätte allerdings dazu geführt, dass die Rechtspopulisten direkt am Maifest vorbeigezogen wären. Nach einem Aufschrei des Bündnisses, der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und der Linkspartei verhinderte die Stadt das noch.

"Wir kritisieren, dass Polizei und Ordnungsamt einzig einen möglichst störungsfreien und damit protestfreien Pegida-Aufmarsch zum Ziel haben", erklärt Bündnissprecher Niklas Haupt. Im linken Lager wird vermutet, dass den Behörden daran gelegen war, Pegida am Vormittag – zeitgleich auch mit Mai-Demonstrationen in Nürnberg – durch Fürth laufen zu lassen, damit sich Nürnberger Demonstranten, speziell Linksautonome, nicht am Protest beteiligen können.

Das Bündnis ruft nun dazu auf, am 1. Mai in Fürth ein "deutliches Zeichen für Solidarität und gegen rassistische Hetze" zu setzen und sich an der Mai-Demo des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu beteiligen. Der Demonstrationszug unter dem Motto "Vielfalt. Gerechtigkeit. Solidarität" bricht um 10 Uhr am Bahnhofplatz auf, anschließend wird am Grünen Markt das Maifest gefeiert.

Zudem wird es Proteste gegen Pegida geben. Haupt erwartet, dort auch Vertreter der Stadtspitze zu sehen: "Schließlich hat die Stadt einen erheblichen Anteil daran, dass Pegida zur gleichen Zeit durch Fürth marschieren möchte, in der auch die gewerkschaftlichen Aktivitäten noch im vollen Gange sind", sagt er. 

Claudia Ziob

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