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Bahn düpiert: Aus für den Fürther S-Bahn-Schwenk?

Die schriftliche Urteilsbegründung aus Leipzig stärkt das Rathaus - 25.03.2018 16:03 Uhr

Wie künftig die S-Bahn-Strecke Richtung Erlangen verläuft, bleibt weiter ungewiss. © Wolfgang Händel


Das Bundesverwaltungsgericht, so Oberbürgermeister Thomas Jung, habe "erhebliche Fehler der Bahn aufgezeigt, die eine neue Abwägung erfordern". Die DB favorisiert den Schwenk, während die Stadt für einen S-Bahn-Ausbau entlang der Bestandstrasse kämpft.

Der Schwenk, so Jung, gefährde laut Urteilsbegründung nicht nur geschützte Arten wie Kiebitz, Brutvögel, Fledermäuse und Zauneidechsen. Auch die "Kulturlandschaft Knoblauchsland" bliebe erhalten. Darüber hinaus habe die Bahn in ihren Gutachten nicht berücksichtigt, welche Auswirkungen die Zerschneidung der Landschaft auf die Ökosysteme habe.

Außerdem: Die Kosten-/Nutzenfaktorberechnung der DB sei sowohl für die Bestandsstrecke wie auch den Schwenk falsch. Das Gericht gehe davon aus, dass – bei korrekter Berechnung – der Faktor für den Schwenk deutlich sinken und für die Bestandstrasse erheblich steigen kann. Jung zufolge wird das Pendel eindeutig für die Bestandstrasse ausschlagen, wenn die genannten Aspekte, wie geplant, endlich gewürdigt werden. Der Rathauschef sieht deshalb der erneuten Prüfung beider Trassen "optimistisch und gelassen" entgegen. Dabei erhofft er sich im Sinne der Pendler auch schnelle Ergebnisse.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Wortlaut finden Sie hier.   

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