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City-Center: Bauantrag und Bedenken

TKN reicht Unterlagen ein und strahlt Zuversicht aus, doch noch immer ist die Finanzierung fraglich - 01.02. 22:00 Uhr

FÜRTH  - Die Lage im weitgehend geräumten City-Center bleibt unübersichtlich. Am Dienstag hat der potenzielle Käufer, das Unternehmen TKN, zwar endlich den längst überfälligen Bauantrag für die Modernisierung bei der Stadt eingereicht und dabei wie gewohnt Zuversicht verbreitet. Doch die Bedenken bleiben, denn die Finanzierung ist, wie die FN aus der Stadtspitze erfuhren, noch immer nicht gesichert.

Am Dienstag veröffentlichte TKN diese „Visualisierung“: Nach den Vorstellungen der beauftragten Architekten könnte der zentrale Bereich des City-Centers nach dem Umbau so aussehen — wenn das Geld dafür fließt.<autor>Entwurf: TKN
Am Dienstag veröffentlichte TKN diese „Visualisierung“: Nach den Vorstellungen der beauftragten Architekten könnte der zentrale Bereich des City-Centers nach dem Umbau so aussehen — wenn das Geld dafür fließt.Entwurf: TKN
Am Dienstag veröffentlichte TKN diese „Visualisierung“: Nach den Vorstellungen der beauftragten Architekten könnte der zentrale Bereich des City-Centers nach dem Umbau so aussehen — wenn das Geld dafür fließt.<autor>Entwurf: TKN
Am Dienstag veröffentlichte TKN diese „Visualisierung“: Nach den Vorstellungen der beauftragten Architekten könnte der zentrale Bereich des City-Centers nach dem Umbau so aussehen — wenn das Geld dafür fließt.Entwurf: TKN

Es war ein dicker Packen Papier, den TKN-Chef Miro Vorbauer am Nachmittag persönlich im Baureferat abgab, und signalisieren sollte das auch: Alles ist im Lot. „Damit wurde ein weiterer Schritt in Richtung der geplanten Revitalisierung des Shopping Centers vollzogen“, heißt es in einer knappen Mitteilung der Immobilienfirma aus der Nähe von München, die seit über einem Jahr mit dem Projekt in Fürth befasst ist. 20 Millionen Euro sollen die 351 Noch-Eigentümer als Kaufpreis bekommen, auf rund 50 Millionen Euro werden die Kosten für eine grundlegende Modernisierung des Komplexes geschätzt.

Die Wiedereröffnung mit attraktiver Ladenmixtur sei „für den Herbst 2013 geplant“. Sogar eine schick anmutende „Visualisierung“ für die Presse legte TKN bei: Die Darstellung soll einen Eindruck davon vermitteln, wie sich die Architekten den künftigen zentralen Bereich des Centers vorstellen.



So weit, so gut — doch nach wie vor gibt es massive Zweifel daran, ob die Firma TKN — die zwar Projekte entwickelt, aber nicht selbst über die nötigen Mittel verfügt – das Geld zusammenbekommt. Wie berichtet, hatte der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller, auf Bitte der alten Eigentümer an den Verkaufsverhandlungen beteiligt, den FN vor zwei Wochen gesagt: „TKN hat Gespräche mit einem Finanzinvestor geführt, die fast zum Abschluss gekommen wären, es aber bisher nicht sind.“ Es gebe „Schwierigkeiten“, aber die Verhandlungen seien weiter in Gang.

Daran, so Müller nun auf Nachfrage unserer Zeitung, habe sich nichts geändert. Ungeachtet der optimistischen TKN-Verlautbarungen gebe es bis dato „keine Finanzierungsbestätigung“ des Unternehmens. Dennoch hält Müller es „erst mal für erfreulich“, dass überhaupt ein Bauantrag vorliegt, denn der hätte laut Vereinbarung eigentlich schon im Juli 2011 eingereicht werden sollen.

Der Antrag ist auch deshalb entscheidend, weil seine Genehmigung durch die Kommune eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür ist, dass der zwischen TKN und den Vorbesitzern bereits im April 2011 geschlossene Kaufvertrag vollzogen werden kann. Ob die Stadt planerisch grünes Licht gibt, wird in den nächsten Monaten geprüft. Wie Baureferent Joachim Krauße auf FN-Anfrage zu verstehen gab, fehlen in den nun vorliegenden Unterlagen allerdings noch einige zwingend nötige Dokumente, wie etwa das Brandschutzkonzept; doch TKN habe versprochen, dass dies und anderes in Bälde nachgeschoben wird.

All das, betont Wirtschaftsreferent Müller, sei für TKN jedoch nur von Wert, „wenn zeitnah die Finanzierung gesichert ist“. Doch selbst im Fall des Scheiterns sei die „wichtige planerische Vorarbeit“ für mögliche andere Investoren von Nutzen.

Unterdessen bleiben im City-Center noch immer einige wenige Geschäfte geöffnet, bis sich die Fronten geklärt haben. Nach einer aktuellen Aufstellung handelt es sich um Netto, Schlecker, Pepino (bis 4. Februar), die Apotheke, Schuh-/Taschenpirat, das Schuhe-Outlet, die Parfümerie Höfer, die Kingsgard Reinigung, das Eiscafé Gondola und die Bäckerei Entner. Ohnehin nicht vom Umbau betroffen und daher weiter geöffnet sind C&A, die Restaurants China-Town und Poseidon sowie die Tiefgarage.

Einige der Läden, die früher im Center zu finden waren, sind innerhalb Fürths umgezogen. Dazu zählen:

Attic (jetzt Königstraße 110), Bonita (Schwabacher Straße 24), Käferlein Outlet (Schwabacher Straße 9), Juwelier Weigmann (Schwabacher Straße 33), Bijou Brigitte (Schwabacher Straße 10), Parfümerie Höfer (Moststraße 19), A&M Mode (Mathildenstraße 3), Vedes Spiel und Freizeit (Blumenstraße 2), Chocolate and More (jetzt Café Michels, Gustavstraße 48), Cali Nails (jetzt Jumbo Nails, Schwabacher Straße 66), S&R Kosmetik (Moststraße 23), Änderungsschneiderei Akman (Alexanderstraße 18). 



Wolfgang Händel

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Kurzbeschreibung:
Fürth kämpft mit aller Kraft um die Aufwertung der Innenstadt, ein neues Geschäftszentrum und die Modernisierung des City-Centers sind geplant. Ist endlich mehr Attraktivität beim Einkaufsangebot in Sicht?