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Der Weg zum Einkaufszentrum ist frei

Wirtschaftsausschuss gibt grünes Licht für das Projekt an der Rudolf-Breitscheid-Straße - 23.11.2010 13:00 Uhr

Auf ein Neues: Zum zweiten Mal nehmen Pläne Gestalt an, links und rechts der Fürther Rudolf-Breitscheid-Straße ein Einkaufszentrum zu schaffen. © Hans-Joachim Winckler


Wie ausführlich berichtet, sollen auf dem Gelände des früheren Modehauses Fiedler, des benachbarten Park-Hotels und auf dem gegenüberliegenden Wölfel-Areal neue Geschäfte entstehen und der Innenstadt Impulse geben. Die Flächen befinden sich bereits im Besitz der Stadt, sechs Millionen Euro ließ sich die Kommune den Erwerb kosten. Mindestens dieselbe Summe will sie beim Weiterverkauf an einen Investor bekommen, der das Einkaufscenter bauen und nach Möglichkeit auch betreiben soll.

Nach der einhelligen Zustimmung des Ausschusses werden nun deutschlandweit die in der Branche bekannten Unternehmen angeschrieben, schon bis zum Jahresende müssen sie ihr Interesse bekundet haben. Im April 2011 soll sich der Stadtrat auf einen der Bewerber festlegen.

Die Kommune macht dabei — entscheidender Unterschied zum 2009 gescheiterten Neue-Mitte-Projekt — von Beginn an strikte Vorgaben. Die wichtigsten davon: Die Rudolf-Breitscheid-Straße muss zumindest für Fußgänger und Radler offen bleiben, die Verkaufsfläche darf 15000 Quadratmeter nicht übersteigen, denkmalgeschützte Gebäude sollen „weitestgehend“ erhalten bleiben.

Auf Wunsch der Ausschussvertreter wurde die Liste um die Forderung ergänzt, neben den üblichen Filialisten möglichst viele regionale und inhabergeführte Geschäfte zum Zug kommen zu lassen. Einzelhandelssprecher Norbert Staudt wünscht sich zudem, dass aus einer möglicherweise entstehenden Tiefgarage nicht nur Ausgänge ins Center, sondern auch in die Stadt führen.

Bauliche Details sollen aber erst nach der Festlegung auf einen Investor ins Auge gefasst werden. Hinsichtlich des Park-Hotels ist laut Wirtschaftsreferent Horst Müller „alles möglich“ — sowohl der Erhalt als auch der Abriss und Ersatz durch einen modernen, „städtebaulich ansprechenden“ oder aber historisierenden Bau. Als sicher könne hingegen gelten, dass das Fiedler-Haus weichen muss. Die statischen Probleme seien hier zu gravierend, so Müller.

 

Wolfgang Händel

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