Dienstag, 13.11.2018

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Die wichtigsten Hausaufgaben der Denkmalstadt Fürth

Auch 2014 gilt es, altes Gemäuer vor dem Verfall zu retten — Stadtheimatpfleger fordert Sanktionen gegen Bausünden - 07.01.2014 13:00 Uhr

Spuren des Verfalls zeichnen an der Stadtgrenze den historischen Lokschuppen mit benachbarter Feldschmiede. © Mark Johnston


Mit wachsender Sorge verfolgt Stadtheimatpfleger Alexander Mayer die Entwicklung. Für den mit über 150 Jahren zu den ältesten seiner Art zählenden Lokschuppen laufen nach erfolglosen Bemühungen um eine neue Nutzung jetzt immerhin Überlegungen zum Abbau und Wiederaufbau an anderer Stelle für museale Zwecke.

Mehr Härte fordert Mayer bei Verstößen gegen den Denkmalschutz im Zuge von Altbausanierungen. Obwohl mehrfach vom Landesamt für Denkmalpflege angemahnt, habe die Stadt bislang noch kein einziges Bußgeldverfahren angestrengt. Nicht ganz so unzufrieden ist Oberbürgermeister Thomas Jung mit der Entwicklung. In den vergangenen zehn Jahren habe Fürth nach seinen Worten über 100 Baudenkmäler dazugewonnen. Und mit Sanierungen wie derzeit am Gasthaus Silberfischla in der Helmstraße würden immer neue Schmuckstücke hinzukommen. Im Hinblick auf die Denkmaldiskussion um das Woolworth-Gebäude plädiert Jung dafür, den Denkmalbegriff nicht allzu eng auszulegen, um die Stadtentwicklung nicht zu blockieren.

Zu den unterbelichteten Kostbarkeiten der Denkmalstadt zählt Mayer die Kornstraße. Um ihre Bedeutung hervorzuheben, möchte er sie unter Ensembleschutz gestellt wissen. Doch nicht nur Baudenkmäler hat der Stadtheimatpfleger 2014 im Blick. Auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte erfordert seiner Ansicht nach neue Anstrengungen.

100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs will er an die Spielvereinigung erinnern, die 1914 Deutscher Meister wurde und deren Mannschaft zum Militär eingezogen wurde. Bereits im September 1914 fiel mit Karl Franz der erste Spieler auf dem Schlachtfeld. Das Weltkriegsdenkmal der SpVgg wünscht sich Mayer aus dem Abseits am Trainingszentrum auf der Kronacher Hard wieder zum Ronhof zurück.

 

VOLKER DITTMAR

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