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Samstag, 15.12.2018

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Drei-Sterne-Hotel auf Fürther Paisleyplatz wird gebaut

Stadtrat macht den Weg nach einem Jahrzehnt frei - 22.04.2016 06:00 Uhr

So soll sich das über der Tiefgaragenzufahrt der Stadthalle aufgeständerte Gästehaus zur Rosenstraße hin präsentieren. © Fotomontage: Winckler


Schon im August soll das über 140 Doppelzimmer und etliche Tagungsräume verfügende Drei-Sterne-Haus nach Informationen von Wirtschaftsreferent Horst Müller in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung ist für Oktober 2017 vorgesehen. 14 von 51 Stadträten verweigerten dem dazu nötigen Verkauf von 950 Quadratmetern städtischer Fläche auf dem Paisleyplatz an den Investor ihre Zustimmung – aus Sorge um die Nachbarschaft.

Bereits bei der Vorberatung im Bauausschuss gab es fünf Gegenstimmen. Schließlich wirft der fünfgeschossige Baukörper seinen Schatten bis auf die Grundstücke der angrenzenden Wohnbebauung. Die vorgeschriebenen Autostellplätze können in der Tiefgarage der Stadthalle erworben werden. Was jedoch bedeutet, dass es hier bei Großveranstaltungen noch enger zugehen wird als ohnehin schon.

Neuer Investor ist bereits der dritte Interessent

In Abstimmungsgesprächen mit Stadthallenchef Robert Steinkugler hat der Bauherr zugesagt, die Terrasse der Halle an der Flussseite zu vergrößern, um Ersatz für die wegfallende Fläche auf dem Paisleyplatz zu schaffen. Dazu muss der Hang aufgefüllt und mit einer Mauer stabilisiert werden. Steinkugler begrüßt das Hotelprojekt, weil er sich davon Synergieeffekte für das stark expandierende Tagungsgeschäft verspricht.

Der Investor, der jetzt zum Zuge kommt, ist bereits der dritte Interessent. 2005 hatte die zum Warsteiner-Brauereiimperium gehörende Welcome-Hotelkette einen ersten Anlauf genommen.

Der damals vom Bamberger Architekturbüro Seemüller entworfene Baukörper zeichnet sich durch seine auf Säulen ruhende Glasfront über der Tiefgaragenzufahrt aus. Am Grundkonzept hat sich in all den Jahren wenig geändert. Gerungen wurde lediglich um die Größe des 80 Meter langen Neubaus, der die Stadthalle überragen wird. 

Volker Dittmar

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